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FAQ zum DSL-Anschluss
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FAQ zum DSL-Anschluss

Was müssen Sie tun, wenn Sie beim Umzug Ihren bisherigen Internetanbieter behalten möchten? Wie finden Sie den passenden DSL-Anbieter am neuen Wohnort? Wann sollten Sie Ihren Anbieter informieren oder sich auf die Suche nach einem neuen machen? In unserer FAQ finden Sie die Antworten.
Was heißt DSL?

Die Digitale Teilnehmeranschlussleitung (engl.: Digital Subscriber Line) bezeichnet eine digitale Breitband-Technologie. Sie ermöglicht einen schnellen Zugang ins Internet. Mit dieser Leitung können Sie Daten um ein Vielfaches schneller versenden und herunterladen als es etwa mit einem analogen Modem oder einer ISDN-Verbindung möglich ist.

Welche Tarifmodelle unterscheidet man bei DSL?

Für DSL-Verbindungen lassen sich vier verschiedene Tarifarten aufzählen:

1. DSL by Call Tarife:
Bei diesem Tarif gibt es keine Grundgebühr. Sie zahlen den Internetzugang pro Megabyte Datenvolumen oder pro genutzter Minute.

2. DSL Zeittarife:
Es wird eine monatliche Grundgebühr erhoben, die eine gewisse Mindestnutzung beinhaltet. Die restliche Nutzung wird nach Zeit abgerechnet.

3. DSL Volumentarife:
Sie zahlen eine monatliche Grundgebühr inklusive eines Mindestumsatzes. Für zusätzlich heruntergeladene Daten wird nach Datenvolumen abgerechnet.

4. DSL Flatrates:
Bei dieser Option fällt eine monatliche Grundgebühr an. Darüber hinaus entstehen Ihnen keine weiteren Kosten, unabhängig von Ihrer Internetnutzung. Allerdings gibt es Anbieter, die nach einem bestimmten Verbrauch an Datenvolumen die Geschwindigkeit der Datenübertragung reduzieren.

Überlegen Sie sich, welche der vier Optionen für Sie in Frage kommt. Allerdings gehören Tarife 1 bis 3 zu den Auslaufmodellen und werden dadurch nicht mehr von jedem Anbieter bereitgestellt. Für ein ideales Preis-Leistungs-Verhältnis, empfiehlt es sich Vergleichsangebote verschiedener DSL-Anbieter einzuholen.

Was bedeutet Flatrate?

Flatrate bezeichnet einen Pauschaltarif. Dabei nutzen Sie das Internet für eine monatliche Gebühr ohne zusätzliche Kosten. Bei DSL-Anschlüssen sind Flatrates mittlerweile üblich, für Internet-by-Call Zugänge eher selten. Mittlerweile gibt es jedoch Anbieter, die ab einem gewissen Datenverbrauch die Surf-Geschwindigkeit reduzieren. Informieren Sie sich im Vorfeld genau über die Konditionen und lassen Sie sich nicht von verlockenden Angeboten blenden.

Wie entscheide ich mich für das richtige DSL-Angebot?

DSL ist über den Kabelanschluss, das Telefonkabel und per Satellit empfangbar. Falls Sie über einen Kabelanschluss verfügen, kann ein Komplettpaket eines Kabelanbieters eine gute Wahl sein.

Ob Sie DSL per Telefonkabel empfangen können, prüfen Sie am besten direkt über die in Ihrer Region verfügbaren DSL-Anbieter. Erhalten Sie eine negative Verfügbarkeitsauskunft ist es sehr wahrscheinlich, dass DSL auch von keinem anderen Anbieter bezogen werden kann. Im Zweifel müssen Sie die Verfügbarkeit bei den einzelnen Anbietern direkt prüfen. Leider kann häufig außerhalb großer Ballungsräume oder in Gebieten mit nicht DSL-fähigen Telefonleitungen kein DSL genutzt werden.

Schließlich gibt es noch die Option DSL per Satellit zu empfangen. Aufgrund der Tatsache, dass DSL via Satellit nicht nur deutschlandweit, sondern auch europaweit flächendeckend verfügbar ist, ist diese DSL-Variante durchaus für Verbraucher zu empfehlen, die keinen normalen DSL-Anschluss bekommen können. Dies ist allerdings in der Regel die kostspieligste Variante.

Was kann ich tun, wenn kein DSL verfügbar ist?

In ländlichen Umgebungen, oft viele Kilometer von den nächsten Verteilerstationen entfernt, ist eine schnelle und zuverlässige DSL-Verbindung teilweise nicht vorhanden. Eine Alternative zu DSL bieten Ihnen UMTS und LTE. Diese Funklösungen können als mobiler Datenturbo für Smartphones, Tablets und PCs als DSL-Ersatz herangezogen werden.

Allerdings hat UMTS in solchen Regionen oftmals auch Reichweitenprobleme. Die bessere Lösung lautet LTE. Hierbei wird auf der ehemals für analoges Fernsehen genutzten Frequenz 800 Megahertz gefunkt. Diese Frequenz hat den Vorteil einer sehr hohen Reichweite, so dass ein LTE-Funkmast eine Reichweite von bis zu 15 Kilometern abdeckt. Die Geschwindigkeit des LTE-Internetzugangs richtet sich dabei nach dem Ausbau des verantwortlichen Anbieters, kann aber pro Funkzelle bis zu 100 Megabit pro Sekunde betragen.

Wenn Ihnen schnelles Internet sehr wichtig ist, sollten Sie daher nach Möglichkeit bei einem Umzug nicht nur auf ein schönes Zuhause achten, sondern auch auf die vorhandene Internetanbindung. UMTS eignet sich eher selten als DSL-Ersatz, LTE ist zumindest als Notlösung eine sinnvolle Alternative ? wenn Sie auf das Datenvolumen achten.

Was ist der Unterschied zwischen UMTS und LTE?

Im Gegensatz zur Verwendung von UMTS sind bei der Nutzung von LTE Internetseiten in Sekundenbruchteilen geladen. Das liegt nicht nur an der höheren Geschwindigkeit von maximal 100 Megabit pro Sekunde, sondern auch an anderen technischen Verbesserungen, die für eine geringere Verzögerung der Datenübertragung sorgen.

Der Nachteil ist jedoch, dass die maximale und oft beworbene Geschwindigkeit von 50 oder 100 Megabit pro Sekunde bei LTE nur für die gesamte Funkzelle gilt. Die volle Geschwindigkeit für den einzelnen Internetanschluss ist somit nicht garantiert. Deshalb kann es in Stoßzeiten, abends und am Wochenende zu deutlich geringeren Internetgeschwindigkeiten kommen, weil Sie sich die maximale Bandbreite mit all den Nutzern in Reichweite des Mobilfunkmastes teilen müssen.

Welche Hardware benötige ich für meinen DSL-Zugang?

Für Ihren DSL-Zugang benötigen Sie in jedem Fall einen DSL-Splitter und ein DSL-Modem. Diese Grundausstattung wird von den meisten DSL-Anbietern kostenlos mitgeliefert. Den Splitter schließen Sie direkt an Ihre Telefondose an. Dort werden die Sprach- und Internetsignale voneinander getrennt. Dadurch können Sie Ihr Telefon nutzen während Sie im Internet surfen. Über das DSL-Modem wird der DSL-Splitter mit dem Computer verbunden.

Einen Router benötigen Sie, wenn Sie Ihren DSL-Zugang mit mehreren Computern nutzen möchten. Meistens verfügen diese Geräte über ein integriertes DSL-Modem und ermöglichen Ihnen per Funkschnittstelle den drahtlosen Zugang ins Internet. Über eine Firewall werden Sie vor Angriffen aus dem Internet geschützt. Möchten Sie Internet-Telefonie (VoIP) verwenden, wird noch ein weiterer Router benötigt. Wählen Sie den passenden Router anhand der von Ihnen gewünschten Funktionen aus. Der jeweilige DSL-Anbieter bezuschusst die Geräte in der Regel.

Kann ich bei einem Anbieterwechsel meinen vorhandenen DSL-Router weiternutzen?

Grundsätzlich können Sie Ihre vorhandene Hardware weiternutzen. Bedenken Sie jedoch, dass Ihr neuer Anbieter nicht verpflichtet ist für Fremdgeräte einen Support anzubieten und in der Regel auch keine Garantie für Geschwindigkeit und Funktionalität übernimmt.

Kann ich mit DSL meinen Telefonanschluss ersetzen?

DSL ist ein reiner Datendienst, der für analoge Telefonie nicht geeignet ist. Sie benötigen zusätzlich immer einen analogen Telefonanschluss oder einen ISDN-Anschluss. Ihre DSL-Verbindung ist eine Erweiterung Ihres bestehenden Telefonanschlusses, mit dem ein schnellerer Internetzugang möglich ist. Sie können zwar über das Internet telefonieren, aber das hat dann mit einem normalen Telefonanschluss nichts zu tun.

Kann DSL auch ohne Telefonanschluss genutzt werden?

Es gibt mittlerweile sehr günstige Tarife von Mobilfunk-Anbietern (Handy-Flatrates). Zudem können Sie über Ihren DSL-Anschluss über das Internet per VoIP-Technologie telefonieren. Ein Telefonanschluss ist daher nicht mehr zwingend erforderlich. Einige Anbieter stellen DSL-Tarife auch ohne Telefonbindung zur Verfügung. Bei vielen Anbietern kann der DSL-Anschluss allerdings nur in Kombination mit einem Telefonanschluss gebucht werden. Holen Sie dazu am besten Vergleichsangebote verschiedener DSL-Anbieter ein.

Kann ich DSL ohne Telefon über meinen Kabelanschluss nutzen?

Ja, sofern Sie über einen Kabelanschluss verfügen, können Sie DSL auch ohne einen Telefonanschluss nutzen. Ihre DSL-Verbindung läuft dann über Ihre Kabelleitung. Hierfür muss kein zusätzlicher Telefonanschluss vorhanden sein.

Was bedeutet Triple-Play bzw. Quadruple-Play?

Triple-Play-Angebote werden von Kabelnetzbetreibern, aber auch von DSL-Anbietern, die auf herkömmliche Telefonkabel zurückgreifen, angeboten. Die Pakete beinhalten die Nutzung von Telefon, Internet und Fernsehen über einen Anschluss bzw. einen Anbieter. Quadruple-Play schließt zusätzlich noch die Mobilfunknutzung ein.

Kann ich auch DSL-by-Call nutzen?

Um DSL-by-Call nutzen zu können, müssen Sie sich vorab bei einem entsprechenden Anbieter anmelden. Beim Internet-by-Call ist die vorherige Anmeldung nicht notwendig. Sie erhalten die Rechnung direkt vom DSL-Provider. Es lohnt sich nur DSL-by-Call zu nutzen, wenn Sie sehr selten im Internet surfen oder aber als Sicherheitslösung bei Ausfall Ihrer bestehenden DSL-Flatrate.

Welchen Unterschied gibt es zwischen ADSL und SDSL?

ADSL kann mit „asymmetrisches DSL“ übersetzt werden. Es bedeutet ganz einfach, dass Ihre Downloadgeschwindigkeit (Daten, die Sie aus dem Internet auf Ihren Computer laden) höher ist als Ihre Uploadgeschwindigkeit (Daten, die Sie von Ihrem Computer ins Internet laden).

Im Unterschied dazu gibt es SDSL, bei dem die Geschwindigkeiten synchron sind. Sie können Daten von Ihrem Computer genauso schnell ins Internet laden wie Sie umgekehrt Daten vom Internet auf Ihren Computer laden können. Die DSL-Angebote für Privatkunden sind die günstigeren ADSL-Zugänge. Für den durchschnittlichen privaten Nutzer reichen sie vollkommen aus. Für Geschäftskunden, die häufig Daten ins Internet übertragen, eignet sich die kostenintensivere Variante des SDSL-Zugangs.

Was heißt bei DSL Megabits pro Sekunde?

Unter Megabits pro Sekunde versteht man die DSL-Downloadgeschwindigkeit. Die Provider bieten unterschiedliche Geschwindigkeiten an, von 2 Megabits pro Sekunde bis zu 16 oder 32 Megabits pro Sekunde. Für die durchschnittliche Nutzung reichen 2 Megabits pro Sekunde aus. Für höhere Geschwindigkeiten muss ein Aufpreis bezahlt werden. Beachten Sie, dass die Geschwindigkeitsangaben Maximalwerte darstellen, die nicht immer auch erreicht werden.

Was ist Voice-over-IP (VoIP)?

Voice-over-IP ermöglicht Ihnen über Ihren DSL-Anschluss zu telefonieren. Voraussetzung dafür ist jedoch ein VoIP-fähiger Router. Bei dieser Art der Telefonie werden die Sprachinformationen online über das Datennetz versandt und nicht wie gewöhnlich über das herkömmliche Telefonnetz. Ein Vertrag bei einem Festnetzanbieter ist damit nicht erforderlich. Dies ermöglicht Ihnen Einsparungen, da die Gesprächskosten über VoIP im Allgemeinen recht günstig sind. Ihre Festnetznummer können Sie beim Wechsel zu VoIP in der Regel mitnehmen.

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