Strom-FAQ

Bei einem Umzug muss man sich zwangsläufig mit dem Stromanschluss beschäftigen. Ob Sie bei Ihrem bisherigen Anbieter bleiben oder zu einem neuen Versorger wechseln - hier finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um den Stromanschluss.
Kann ich meinen Stromanbieter eigenständig wechseln?

Sofern Sie über einen eigenen Stromzähler in Haus oder Wohnung verfügen und den Strom in einem direkten Vertragsverhältnis bezahlen, haben Sie jederzeit die Möglichkeit Ihren Stromanbieter zu wechseln.

Werden die Energiekosten von Ihrem Vermieter auf die Mietparteien umgelegt, können Sie den bestehenden Stromanbieter leider nicht wechseln. Ihnen bleibt lediglich die Option mit Ihrem Vermieter in Kontakt zu treten und diesen auf einen Anbieterwechsel aufmerksam zu machen.

Verwenden Sie eine Nachtspeicherheizung mit Zweitarifzähler oder eine Wärmepumpe, bietet der Markt Ihnen keine großen Alternativen beim Anbieterwechsel. Prinzipiell besteht zwar die Möglichkeit eines Wechsels, allerdings erhalten Sie oftmals nur vom örtlichen Versorger verbilligte Konditionen.

Wie wechsle ich meinen Stromversorger?

Für einen Wechsel Ihres Stromanbieters müssen Sie lediglich den Wechselantrag Ihres neuen Stromversorgers ausfüllen und unterschrieben an ihn zurücksenden. In der Regel übernimmt dieser die Kündigung Ihres bisherigen Versorgers zum nächstmöglichen Termin. Nach etwa sechs bis zehn Wochen werden Sie über Ihren neuen Stromanbieter versorgt. Da die Stromversorgung per Gesetz immer sichergestellt ist, besteht für Sie bei einem Wechsel keinerlei Risiko einer Unterbrechung der Stromzufuhr.

Wenn Sie bereits einen Wechsel Ihres Grundanbieters vorgenommen haben, behalten Sie die vereinbarte Kündigungsfrist Ihres neuen Stromanbieters im Auge. Sollten Sie diese Frist versäumen, sind Sie oftmals weitere sechs oder sogar zwölf Monate gebunden und können erst zum Ende der Vertragslaufzeit zu einem anderen Anbieter wechseln.

Kostet mich der Wechsel eines Stromanbieters etwas?

Nein. Der Wechsel zu einem anderen Stromanbieter ist für Sie immer kostenfrei. Oftmals bekommen Sie sogar von den Anbietern einen Wechselbonus.

Was muss ich bei einem Umzug beachten?

Wenn Sie von Beginn an in Ihrer neuen Wohnung Strom über Ihren Wunschanbieter beziehen wollen, müssen Sie die Vertragsunterlagen so früh wie möglich einsenden. Vom Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bis zur Belieferung durch den neuen Anbieter ist eine Vorlaufzeit von sechs bis zehn Wochen erforderlich. Ansonsten tritt der regionale Grundanbieter als Zwischenversorger ein.

Sollten Sie im Vorfeld keine Wahl treffen, entsteht bei Ihrem Einzug automatisch ein Stromliefervertrag mit dem Grundversorger zu dessen Standardtarif. Diesen können Sie aber mit einer Frist von zwei Wochen jederzeit kündigen.

Welche Angaben benötigt der neue Anbieter bei einem Umzug?

Neben Ihren persönlichen Daten benötigt Ihr neuer Wunschanbieter Einzugsdatum, Zählernummer und Zählerstand von Ihnen.

Wenn sich der Zähler nicht in Ihrer Wohnung befindet, ist er im Treppenhaus oder im Keller angebracht. Sollten Sie den Zähler nicht finden, können Sie Zählernummer und Zählerstand bei Ihrem Vermieter erfragen. Zur späteren Kontrolle Ihrer Abrechnung notieren Sie sich den Zählerstand am besten direkt zu Beginn Ihres Einzuges.

Kann ich auch den Stromanbieter wechseln, wenn ich neu baue?

Während des Neubaus müssen Sie zunächst einen Stromanschlussvertrag mit dem lokalen Netzbetreiber abschließen. So werden Sie vorerst von Ihrem örtlichen Grundversorger mit Strom beliefert. Sobald Sie in Ihr Haus eingezogen sind, können Sie den Stromanbieter problemlos wechseln.

Was passiert, wenn sich mein Verbrauch im nächsten Jahr ändert?

Die Höhe Ihrer Abschläge wird jedes Jahr Ihrem tatsächlichen Verbrauch angepasst und Ihnen mit der Jahresendabrechnung mitgeteilt. Sollte sich bereits während des Jahres Ihr Stromverbrauch zum Beispiel durch den Erwerb neuer Geräte bewusst ändern, zögern Sie nicht mit Ihrem Anbieter in Kontakt zu treten. Dieser kann Ihren Abschlag kostenfrei überprüfen und eine neue Abschlagshöhe vorschlagen.

Bedenken Sie: Bei zu niedrigen Abschlägen müssen Sie mit einer Nachzahlung rechnen. Sind Ihre Abschlagszahlungen zu hoch, gehen Sie unnötig in Vorleistung. Auch wenn Sie das Geld zurückerstattet bekommen, benötigen Sie es möglicherweise direkt.

Was ändert sich durch den Wechsel des Stromversorgers?

Bis auf die neuen Konditionen Ihres gewählten Anbieters ändert sich für Sie bei einem Wechsel des Stromanbieters nichts. Sie erhalten nach wie vor eine Stromrechnung und zahlen Abschläge an Ihren neuen Anbieter. Ihren Strom bekommen Sie weiterhin über das lokale Stromnetz. Der von Ihnen verbrauchte Strom wird vom neuen Anbieter in das allgemeine Stromnetz eingespeist.

Ihr Wunschanbieter zahlt dem lokalen Netzbetreiber ein sogenanntes Netznutzungsentgelt. Der lokale Netzbetreiber kümmert sich weiterhin um die Wartung Ihres Stromzugangs. Auch muss bei einem Wechsel der Stromzähler nicht aus- oder umgebaut werden. Da der örtliche Versorger gesetzlich zur Stromlieferung verpflichtet ist, stehen Sie bei einem Wechsel niemals ohne Strom da.

Wo finde ich meinen Stromzähler und die Zählernummer?

Wenn sich der Stromzähler nicht in Ihrer Wohnung befindet, ist er im Treppenhaus oder im Keller angebracht. Sollte der Stromzähler nicht auffindbar sein, fragen Sie notfalls Ihren Vermieter, die Hausverwaltung oder den Hausmeister.

Ihre Zählernummer finden Sie auf Ihrer letzten Stromrechnung und natürlich auch auf dem Stromzähler. Falls Sie die Zählernummer nicht finden können, erfragen Sie diese bei Ihrem bisherigen Stromversorger. Diese Nummer benötigen Sie in jedem Fall für den Anbieterwechsel.

Welche Kündigungsfristen muss ich beachten?

In der Grundversorgung beträgt die Kündigungsfrist zwei Wochen. Haben Sie allerdings bei Ihrem Grundversorger ein anderes Stromprodukt gewählt, kommt ein sogenannter Sondervertrag zustande. Hier werden die vereinbarten Kündigungsfristen in den AGBs niedergeschrieben. Das trifft auch zu, wenn Sie bereits zu einem anderen Stromanbieter gewechselt haben. Führt Ihr Anbieter Preiserhöhungen durch, greift für Sie das Sonderkündigungsrecht, das Ihnen gestattet vor Ablauf der Frist Ihren Anbieter zu wechseln.

Laut der StromGVV § 20 Abs. 2 bedarf die Kündigung des Versorgungsvertrags grundsätzlich der Schriftform. Allerdings besteht die Möglichkeit im Vertrag mit Ihrem Stromanbieter abweichende Regelungen festzuhalten, die eine telefonische Kündigung ermöglichen.

Soll ich selbst bei meinem alten Versorger kündigen?

Mit dem Abschluss Ihres neuen Vertrags ist automatisch Ihr neuer Stromversorger dafür verantwortlich, Ihren alten Vertrag zum nächstmöglichen Zeitpunkt zu kündigen.

Sie selbst sollten Ihren Vertrag nur dann kündigen, wenn Sie ein Sonderkündigungsrecht in Folge einer Preiserhöhung durch Ihren bisherigen Stromanbieter eingeräumt bekommen und bei Verträgen mit kurzer Kündigungsfrist, die sich andernfalls um einen weiteren Zeitraum verlängern.

Denken Sie daran: Bei fristgerechter Kündigung umgehen Sie eine erneute Bindung an Ihren Versorger und halten sich so die Option auf einen kurzfristigen Wechsel offen.

Wie verhalte ich mich, wenn mir mein Anbieter aufgrund einer Preiserhöhung ein Sonderkündigungsrecht einräumt?

Bei Preiserhöhungen durch Ihren aktuellen Stromversorger, sollten Sie von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen. Nehmen Sie die Kündigung gemäß der eingeräumten Fristen eigenständig vor, da diese meist nur sehr kurz bemessen sind.

Sollten Sie nicht innerhalb der gesetzten Frist kündigen, sind Sie weiterhin an Ihren Stromanbieter gebunden. Je nach Vertragsbedingung verlängert sich der Auftrag Ihres Anbieters um einen längeren Zeitraum von sechs oder sogar zwölf Monaten. Dadurch entgeht Ihnen die Chance auf einen kurzfristigen Wechsel zu einem anderen Stromversorger.

Besteht für mich bei einem Wechsel das Risiko eines Stromausfalls?

Nein. Der Wechsel verläuft für Sie unmerklich. Sie können sich auf eine zuverlässige und sichere Stromversorgung verlassen. Ihr lokaler Stromversoger ist gesetzlich dazu verpflichtet Sie zu versorgen, selbst wenn er nicht mehr Ihr Vertragspartner ist. Dies gilt auch für den Fall, wenn andere Stromanbieter beispielsweise bei Insolvenz die Lieferung einstellen sollten. Der örtliche Grundversorger muss sodann die Stromversorgung übernehmen und Sie weiterhin beliefern.

Ab wann werde ich vom neuen Stromanbieter beliefert?

In der Regel beginnt die Versorgung durch Ihren neuen Anbieter sechs bis zehn Wochen nach Abschluss des Vertrags, sofern Sie keinen Wunschtermin genannt haben. Die Belieferung startet in der Regel immer zu Beginn des neuen Monats.

Durch eventuelle Kündigungsfristen beim Altversorger kann es zu einer Verzögerung des Anbieterwechsels kommen. Sie haben aber jederzeit die Möglichkeit bei Ihrem neuen Versorger den aktuellen Stand Ihres Wechsels zu erfragen.

Bitte beachten Sie, dass ein Wechsel bei Produkten mit Vorauskasse, Anzahlung oder Kaution in der Regel etwa vier Wochen länger dauert. Diese Anbieter warten zunächst den Eingang der zu leistenden Zahlung ab. Erst danach wird der Wechsel eingeleitet, der weitere sechs bis zehn Wochen in Anspruch nehmen kann.

Sind nach einem Wechsel Änderungen am Zähler oder an den Leitungen notwendig?

Technische Arbeiten an Ihrem Stromzähler oder den Leitungen sind bei einem Anbieterwechsel nicht nötig. Die Wartung und Ablesung wird weiterhin vom lokalen Netzbetreiber übernommen. Gegebenenfalls wird mit Ihnen vereinbart, dass Sie den Zählerstand selbst ablesen und diesen dem Netzbetreiber mitteilen. Es kann durchaus auch hilfreich sein, die Ergebnisse der Ablesung dem neuen Lieferanten zu übermitteln.

An wen wende ich mich bei technischen Fragen in Bezug auf Zähler oder Leitungen?

Selbst nach einem Anbieterwechsel ist für alle technischen Fragen weiterhin der lokale Netzbetreiber Ihr Ansprechpartner. Der Netzbetreiber ist oft identisch mit dem Grundversorger, vor allem wenn die Grundversorgung in den Händen der lokalen Stadtwerke liegt. Auch bei einem Ausfall der Stromversorgung ist der örtliche Netzbetreiber für Sie zuständig.

Wie lange dauert der Anbieterwechsel?

Aufgrund gesetzlicher Fristenregelungen erfolgt die Anbieterumstellung in der Regel sechs bis zehn Wochen nach Ihrem Vertragsabschluss. Eventuelle Kündigungsfristen bei Ihrem Altversorger können den Anbieterwechsel hinauszögern. Bei Vorkasse, Anzahlung oder Kaution fallen beim Anbieterwechsel in der Regel zusätzlich weitere vier Wochen an, da zunächst der Eingang der zu leistenden Zahlung abgewartet wird.

Wer beliefert mich mit Strom, wenn ich nie den Anbieter oder das Stromprodukt gewechselt habe?

Ohne Vertragsabschluss mit einem Wunschanbieter wird Ihre Stromlieferung durch die Grundversorgung gewährleistet. Dafür ist im Regelfall das örtliche Stromversorgungsunternehmen zuständig. Als Grundversorger gilt der Stromanbieter, der in einem Netzgebiet die meisten Haushalte versorgt. Zumeist trifft das auf die lokalen Stadtwerke zu.

Kann ich mich nach einem Wechsel des Stromanbieters gegen überhöhte Strompreise wehren?

Leider nein. Wenn Sie das Angebot eines neuen Anbieters akzeptieren, lässt sich der Preis nachträglich nicht als überhöht beanstanden. Bei einer Erhöhung der Tarife innerhalb Ihres Vertragsverhältnisses haben Sie jedoch jederzeit die Möglichkeit von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen.

Was ist der Unterschied zwischen Netzbetreiber und Stromversorger?

Der Netzbetreiber ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Stromnetzes zuständig, der Stromversorger hingegen für die Lieferung des Stroms. Häufig sind der Netzbetreiber und der Grundversorger identisch, insbesondere wenn es sich um Stadtwerke handelt. Sie können ohne weiteres einen Stromanbieter ohne eigenes Verteilernetz als Ihren Lieferanten wählen. Dieser zahlt an den Netzbetreiber ein Netznutzungsentgelt.

Was versteht man unter Grundversorgung und Grundversorger?

Grundversorgung meint die Belieferung der Haushalte mit Strom (Niederspannung) oder Gas (Niederdruck) durch den Grundversorger zu allgemein gültigen Bedingungen und Preisen. Diese sind öffentlich bekannt zu geben und im Internet zu veröffentlichen.

Der Grundversorger ist oft identisch mit dem Netzbetreiber, vor allem wenn die Grundversorgung in den Händen der lokalen Stadtwerke liegt.

Wann sollte ich den Zählerstand notieren?

Bei Preiserhöhungen und am Tag des Anbieterwechsels sollten Sie sich den aktuellen Zählerstand notieren und Ihrem Stromanbieter mitteilen. Nur so ist eine taggenaue Abrechnung möglich.

Muss ich meinen Vermieter über einen Stromanbieterwechsel informieren?

Wenn Sie Ihren bisherigen Stromlieferanten selbst ausgesucht haben, müssen Sie Ihren Vermieter bei einem Wechsel nicht informieren. Erhalten Sie die Stromrechnung allerdings von Ihrem Vermieter, ist er der Vertragspartner des Stromanbieters. Ein eigenständiger Wechsel ist in diesem Falle nicht möglich. Sie können lediglich Ihren Vermieter darum bitten, einen günstigeren Anbieter zu wählen.

Warum bekomme ich eine Endabrechnung von meinem alten Versorger?

Sobald Sie den Anbieter gewechselt haben, wird Ihnen Ihr alter Energielieferant eine Schlussrechnung zusenden. Diese berücksichtigt Ihren Stromverbrauch bis zum Zeitpunkt des Wechsels. Durch den Wechsel entstehen Ihnen aber keinerlei zusätzliche Kosten.

Bekomme ich bei einem Wechsel die bereits gezahlten Abschläge von meinem vorherigen Stromlieferanten erstattet?

Ja. Nach dem Wechsel erhalten Sie eine Endabrechnung Ihres alten Versorgers mit den bereits geleisteten Abschlagszahlungen und Ihrem Verbrauch. Sollten Sie weniger Strom verbraucht haben als Sie bereits bezahlt haben, bekommen Sie Ihr Geld auf jeden Fall zurück.

Was muss ich bedenken, wenn ich von meinem überregionalen Anbieter zu einem weiteren Alternativanbieter wechseln möchte?

Das Verfahren solch eines Wechsels verläuft genauso wie bei einem Wechsel vom örtlichen Versorger zu einem alternativen Anbieter. Sie müssen lediglich die Kündigungsfrist und die Vertragslaufzeit bei Ihrem aktuellen Anbieter beachten. Sollten Sie eine Kündigungsfrist verpasst haben, läuft der Vertrag bis zur nächsten Frist weiter. Erst dann haben Sie wieder die Möglichkeit Ihren Anbieter zu wechseln.

Was sind Strompakete?

Wenn Sie ein Strompaket kaufen, bezahlen Sie im Voraus eine feste Menge an Strom. Dieses Modell ist in vielen Fällen deutlich günstiger als andere Modelle. Allerdings eignen sich Strompakete nur, wenn Sie Ihren Stromverbrauch relativ zuverlässig einschätzen können und Ihr Verbrauch stabil ist. Nicht verbrauchte Mengen an Strom verfallen und ein Mehrverbrauch wird teurer abgerechnet. Eine Abweichung von zehn Prozent zum Paketvolumen ist in der Regel unkritisch.

Was sind Stromtarife mit Vorauskasse?

Vorauskasse ist in vielen Branchen ? z.B. bei Mobilfunk oder Versicherungen ? keine Seltenheit. Diese Tarife sind meist sehr attraktiv, da sie ein besonderes Sparpotenzial mit sich bringen. Die Versorger können mit dieser Variante günstigere Tarife anbieten, weil sie weder teure Inkassoleistungen noch Zahlungsausfälle einkalkulieren müssen.

Jedoch birgt diese Vereinbarung für Sie als Verbraucher das Risiko Ihr vorab entrichtetes Geld im Falle einer Anbieterinsolvenz zu verlieren. Insolvenzfälle von Stromanbietern halten sich zwar vergleichsweise in Grenzen, dennoch gibt es sie. So sind die Energielieferanten
Teldafax
im Jahr 2011 und Flexstrom im Jahr 2013 insolvent gegangen. Auf einen Tarif mit Vorauskasse sollten Sie sich deshalb möglichst nur von Tochterunternehmen eingesessener Stadtwerke oder von seit Jahren am Markt positionierter Unternehmen einlassen.

Was sind Sonderabschläge bei Stromtarifen?

Ein Sonderabschlag ist ähnlich einer Kaution. Gleich zu Beginn Ihres Vertrags müssen Sie Ihrem Stromanbieter eine einmalige Zahlung leisten. Diese Zahlung kann mehrere Hundert Euro betragen. Durch diese Eigenschaft ähneln Sonderabschläge einem zinslosen Darlehen. Im Gegenzug erhalten Sie von Ihrem Stromanbieter einen günstigeren Tarif während der Vertragslaufzeit. Hierbei gilt: Je höher der Sonderabschlag, desto höher wird der Rabatt auf den allgemeinen Tarif und umgekehrt.

Wenn Ihr Stromverbrauch am Ende der Vertragslaufzeit den geleisteten monatlichen Zahlungen entspricht, wird Ihnen der Sonderabschlag zurück erstattet. Sollten Sie mehr Strom verbraucht haben, so wird die fehlende Summe mit der anfänglichen Zahlung verrechnet. Bei einigen Modellen wird die Zahlung auch zu Beginn mit den ersten Monatsraten komplett verrechnet.

Wie funktioniert der Wechsel bei einem Zweitarifzähler?

Wenn Sie mit einem Zweitarifzähler den Anbieter wechseln, unterscheidet der neue Versorger nicht mehr zwischen Tag- und Nachtstrom. Das heißt Sie müssen rund um die Uhr den vereinbarten Preis zahlen.

Als Nutzer einer Hoch- und Niedertarifregelung sollten Sie den Wechsel zu einem reinen Hauptzeittarif vorab prüfen. Es ist möglich, dass in der Summe der Strom hierbei günstiger ist als über Ihren Zweitarifzähler. Allerdings akzeptieren nicht alle Anbieter Kunden mit Zweitarifzählern. Deshalb sollten Sie vor einem Wechsel diesen Sachverhalt unbedingt klären.

Gibt es Alternativangebote für Tag- und Nachtstrom?

Lokalversorger bieten eine Hoch- und Niedertarifregelung an. Dieser Tarif setzt den Einbau eines Zweitarifzählers voraus, wodurch für Sie zusätzliche Kosten entstehen können. Mithilfe des Tarifrechners können Sie direkt prüfen, ob Ihr regionaler Anbieter auch Nachtstromtarife anbietet.

Überregionale Versorger unterscheiden nicht zwischen Tag- und Nachtstrom. Somit entfällt für Sie bei einem Wechsel der günstige Nachttarif. Nutzen Sie bereits einen Zweitarifzähler mit einer Hoch- und Niedertarifregelung sollten Sie den Wechsel zu einem reinen Hauptzeittarif vorher prüfen. Da nicht alle Anbieter Kunden mit Zweitarifzählern akzeptieren, sollten Sie vor einem Wechsel diesen Sachverhalt klären. Ansonsten funktioniert der Wechsel aber wie bei jedem anderen Stromzähler.

Ist ein Anbieterwechsel bei Nachtspeicherheizungen möglich?

Mittlerweile bieten auch überregionale Versorger eine Hoch- und Niedertarifregelung an. Deshalb ist ein Anbieterwechsel möglich. Da eine Nachtspeicherheizung üblicherweise mit Tag- und Nachtstrom arbeitet, ist der Einsatz eines Zweitarifzählers bzw. zwei Eintarifzähler Voraussetzung.

Wenn Sie über einen Zweitarifzähler verfügen, sollten Sie sich vorab bei Ihrem Wunschanbieter erkundigen, ob dieser auch Zweitarifzähler beliefert. Ansonsten funktioniert der Wechsel aber wie bei jedem anderen Stromzähler. Ihr Lokalversorger ist nach wie vor dazu verpflichtet Tag- und Nachtstromtarife anzubieten.

Ist ein Anbieterwechsel bei Wärmepumpen möglich?

Neben den regionalen Versorgern bieten mittlerweile auch überregionale Lieferanten Tarife für Wärmepumpenstrom an und machen einen Anbieterwechsel möglich. Wird Ihre Wärmepumpe permanent mit Strom versorgt, lohnt sich auf jeden Fall ein Preisvergleich zwischen Ihrem aktuellen Stromversorger und günstigen Alternativanbietern.

Wird Ihre Pumpe zu Spitzenlastzeiten von der Stromversorgung genommen, kann der Tarif Ihres Grundversorgers von alternativen Anbietern aufgrund anfallender Durchleitungsgebühren meist nicht unterboten werden. Ein Anbieterwechsel ist in diesem Fall nicht zu empfehlen.

Verwenden Sie zwei Eintarifzähler haben Sie die Möglichkeit Ihren Strom nicht nur zu verschiedenen Tarifen, sondern auch von zwei unterschiedlichen Anbietern zu beziehen. Auch hier lohnt sich ein Preisvergleich. Denn ein Anbieter, der einen günstigen Stromtarif für den regulären Haushaltsstrom anbietet, muss nicht automatisch einen günstigen Wärmepumpentarif haben.