Wohnsitz anmelden

Umzugsunternehmen vergleichen

Umzugsunternehmen vergleichen

Erhalten Sie mit nur einer Online-Anfrage bis zu sieben Angebote von Umzugsunternehmen aus Ihrer Nähe - absolut kostenfrei und unverbindlich.

Anmeldung beim Einwohnermeldeamt

Wer eine Wohnung oder ein Haus in Deutschland bezieht, muss sich beim jeweiligen Einwohnermeldeamt anmelden. Für die Anmeldung haben Sie zwei Wochen Zeit. Rechtliche Grundlage hierfür ist das Bundesmeldegesetz (BMG), in dem diese Frist verankert ist. Der Service ist in den meisten Bundesländern kostenlos. Mitunter werden aber geringe Gebühren erhoben (z. B. 12 Euro in Hamburg).

Benötigte Unterlagen für die Wohnsitz-Anmeldung

Bitte bringen Sie folgende Dokumente zur Anmeldung mit:

  • Personalausweise und – wenn vorhanden – Reisepässe der anzumeldenden Personen
  • Wohnungsgeberbestätigung (Pflicht ab 1.11.2015)
  • Kinderausweise bzw. Geburtsurkunden der mit zuziehenden Kinder
  • ggf. Miet- oder Kaufvertrag
  • ggf. Heiratsurkunde

Viele Städte bieten ein Anmeldeformular direkt zum Download an, das Sie bereits zuhause ausfüllen, ausdrucken und dann zum Termin mitbringen können.

Sind alle Unterlagen vollständig, wird ihr Personalausweis mit einem Aufkleber versehen, der die neue Adresse enthält. Der Vorgang ist damit bereits abgeschlossen.

Wozu dient die Wohnungsgeberbestätigung?

Die seit Ende 2015 notwendige Wohnungsgeberbestätigung, auch Vermieterbescheinigung genannt, hat das Ziel, Scheinanmeldungen zu verhindern. Der entsprechende Wortlaut ist in § 19 BMG zu finden. Demnach ist es verboten, einem Dritten eine Wohnungsanschrift anzubieten oder zur Verfügung zu stellen, obwohl ein tatsächlicher Einzug gar nicht stattfindet. Außerdem hilft die Bestätigung Ämtern nun dabei, die Einhaltung von Anmeldefristen nachprüfen zu können.

Ist das persönliche Erscheinen beim Einwohnermeldeamt notwendig?

Sie können sich für die Anmeldung in den meisten Städten auch vertreten lassen. Ihr Vertreter benötigt hierfür eine schriftliche Vollmacht von Ihnen sowie die oben erwähnten Unterlagen und sein eigenes Ausweisdokument (Personalausweis oder Reisepass).

Das Anmeldeformular müssen Sie eigenhändig unterschreiben. Sie können sich also nicht für die Meldung selbst, sondern nur für die Einreichung des Meldescheines vertreten lassen. Bei einer anzumeldenden Familie reicht es, wenn ein Familienmitglied die Anmeldung beim Einwohnermeldeamt übernimmt.

Hinweis für Auszubildende und Studierende

Einige Städte zahlen Auszubildenden und Studierenden ein einmaliges Begrüßungsgeld, wenn diese sich zum ersten Mal mit Hauptwohnsitz in der Stadt anmelden. Fragen Sie im Einwohnermeldeamt nach, ob dies auch für Ihre Stadt gilt – es lohnt sich! Das Begrüßungsgeld ist eine recht neue Einrichtung der Städte und die Zahl derer, die sich dieser Regelung anschließen, steigt stetig.

Viele größere Städte erheben eine Zweitwohnsitzsteuer. Dann lohnt es sich in jedem Fall, den Studien- oder Ausbildungsort als Hauptwohnsitz anzugeben. So können Sie sich die Gebühren sparen!

Welcher Wohnsitz ist mein Hauptwohnsitz?

Bewohnen Sie mehrere Wohnungen, müssen Sie einen Hauptwohnsitz festlegen. In der Regel ist dies der Ort, an dem Sie die meiste Zeit verbringen.

Ausnahme: Sie leben in einer Familie. In diesem Fall ist immer der Familienwohnsitz der Hauptwohnsitz.

Zwei Wochen Zeit zum Ummelden

Bei einem Umzug in eine andere Stadt innerhalb Deutschlands muss die Anmeldung am neuen Wohnort spätestens zwei Wochen nach Umzug erfolgen. Im schlimmsten Fall können verspätete Anmeldungen mit einem Verwarn- oder Bußgeld geahndet werden. Aus der Verletzung der Meldepflicht können sich aber auch Probleme bei der Kfz-Zulassung, beim Führerscheinerwerb oder beim Beantragen eines Führungszeugnisses ergeben.

Wie hoch ist das Bußgeld bei Fristverletzungen?

Im Rahmen der Neuauflage des Meldegesetzes im Jahr 2015 wurden die Bußgelder für Fristverletzungen deutlich erhöht. Es sind nun Strafen von bis zu 1000 Euro möglich – in Extremfällen sogar bis zu 50.000 Euro. Derart hohe Beträge werden in der Praxis jedoch selten verhängt. Häufig lassen Verwaltungsmitarbeiter Kulanz walten, sofern die Terminüberschreitung plausibel erklärt oder belegt werden kann.

Kann man den Wohnsitz auch vorab anmelden?

Nein, das ist leider nicht möglich. Sie können die Wohnsitz-Anmeldung frühestens nach dem ersten Einzugstag vornehmen.

Muss man den alten Wohnsitz abmelden?

Nein, das ist leider nicht möglich. Sie können die Wohnsitz-Anmeldung frühestens nach dem ersten Einzugstag vornehmen.

Worin liegt der Unterschied zwischen einer Anmeldung und einer Ummeldung?

Von einer Anmeldung wird gesprochen, wenn sich durch den Umzug der Meldebezirk ändert. Erfolgt der Wohnungswechsel innerhalb eines Bezirks (z. B. in der gleichen Kommune), muss die sogenannte Ummeldung erfolgen.

Bei welcher Aufenthaltsdauer ist die Wohnsitz-Anmeldung erforderlich?

Grundsätzlich gilt: Beziehen Sie eine Wohnung nicht länger als sechs Monate, ist die Anmeldung eines neuen Wohnsitzes nicht notwendig. Die gesetzliche Grundlage hierzu findet sich in § 27 BMG. Hier ist zu lesen: Wer im Inland nach § 17 oder § 28 gemeldet ist und für einen nicht länger als sechs Monate dauernden Aufenthalt eine Wohnung bezieht, muss sich für diese Wohnung weder an- noch abmelden. In diesem Paragrafen finden sich auch Ausnahmeregelungen – beispielsweise für Teilnehmer des Bundesfreiwilligendienstes oder Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes im Falle von Lehrgängen und Fachstudien.

Übermittelt die Meldebehörde meine Daten an die GEZ?

Automatisch geschieht dies zwar nicht, jedoch hat die zuständige Landesrundfunkanstalt gemäß Rundfunkstaatsvertrag die Berechtigung, personenbezogene Daten bei den Bürgerämtern zu erheben, zu verarbeiten und zu nutzen.

Kann die Weitergabe persönlicher Daten verhindert werden?

Sie können auf Wunsch kostenfrei die sogenannte Speicherung einer Übermittlungssperre veranlassen. Das Amt darf Ihre personenbezogenen Daten dann nicht mehr an folgende Institutionen übermitteln:

  • Presse, Rundfunk
  • Mitglieder parlamentarischer und kommunaler Vertretungskörperschaften
  • Religionsgemeinschaften (z. B. Kirchen)
  • Parteien
  • Adressbuchverlage
  • Online-Auskunftsunternehmen


Hinweis: Die nachfolgenden Informationen zur Wohnsitz-Anmeldung sind nicht ortsbezogen! Ihr örtliches Einwohnermeldeamt weicht ggf. von dem hier geschilderten Vorgang ab. Beispielsweise verlangt nicht jedes Einwohnermeldeamt sämtliche der hier aufgeführten Dokumente zur Wohnsitz-Anmeldung. Um sich unnötigen Ärger oder gar einen zweiten Behördengang zu ersparen, raten wir Ihnen aber, direkt alle aufgeführten Dokumente mitzuführen.


 

Umzugsunternehmen vergleichen

Umzug mit Profis, aber günstig? Einfach Umzug eingeben, Angebote vergleichen und bis zu 70% sparen! Kostenfrei und unverbindlich.

Wunschkennzeichen sichern

Umzug in einen neuen Landkreis? Dann sind wahrscheinlich auch neue Nummernschilder nötig. Hier bequem online aussuchen:

Umweltplakette online kaufen

Umzug mit Kennzeichenwechsel? Dann müssen Sie Ihre alte Umweltplakette austauschen. Hier bedruckte Plakette bestellen: