Zweitwohnsitz FAQ

Das Thema Zweitwohnsitz ist in Deutschland mit rechtlichen Vorgaben, Fristen, Gebühren und Steuern verbunden. Wenn Sie neben Ihrem Hauptwohnsitz eine Zweitwohnung nutzen oder künftig nutzen möchten, müssen Sie einige Grundlagen kennen. Dieser Artikel beantwortet alle Fragen, die in diesem Zusammenhang häufig gestellt werden.

Was ist ein Zweitwohnsitz?

Im deutschen Mietrecht wird zwischen Haupt- und Nebenwohnsitz unterschieden. Hierbei ist der Hauptwohnsitz als der Ort definiert, an dem Sie sich überwiegend aufhalten oder an dem Ihre Familie lebt. Der Nebenwohnsitz bzw. Zweitwohnsitz ist hingegen die Wohnstätte, die Sie nicht als Hauptwohnung nutzen.

Häufigster Grund für den Bezug einer Zweitwohnung ist die berufliche Situation. Viele Arbeitnehmer möchten bei Ihrer Familie wohnen bleiben, jedoch werktags eine Nebenwohnung nutzen, um lange Fahrtwege zu vermeiden. Auch im Rahmen eines Studiums oder einer Ausbildung sehen sich etliche Menschen mit dieser Thematik konfrontiert. Steuerrechtlich werden derartige Situationen doppelte Haushaltsführung genannt.

Ab wann muss ein Zweitwohnsitz angemeldet werden?

Die gesetzliche Meldepflicht besagt, dass ein zweiter Wohnsitz angezeigt werden muss. Diese Pflicht greift jedoch erst dann, wenn Sie die zweite Wohnung länger als sechs Monate beziehen und sie zumindest gelegentlich zum Übernachten und Wohnen nutzen. Es spielt dabei keine Rolle, ob die genutzte Immobilie gemietet, gekauft oder zu kostenfreien Nutzung überlassen wurde. Bei Verstößen können empfindliche Bußgelder fällig werden.

Welche Frist gibt es für die Anmeldung einer Zweitwohnung?

Für die Anmeldung einer Zweitwohnung gilt eine Frist von zwei Wochen ab dem Einzugstag. In einigen Bundesländern muss dies sogar innerhalb einer Woche erfolgen. Begeben Sie sich erst danach zum Einwohnermeldeamt, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit.

Wie hoch ist die Strafe für eine zu späte Anmeldung?

Seit November 2015 gilt eine geänderte Fassung des Bundesmeldegesetzes mit noch höheren Strafen für verspätete Meldungen. Bußgelder von bis zu 1.000 Euro sind möglich. Können Sie eine Fristverletzung plausibel begründen und liegt sie noch in einem vertretbaren Rahmen, dürfen Verwaltungsmitarbeiter jedoch auch Kulanz walten lassen.

Welche Dokumente benötige ich für die Zweitwohnsitz-Anmeldung?

Die Anmeldung der Zweitwohnung erfolgt beim Einwohnermeldeamt des Zweitwohnsitzes. Es ist sinnvoll, das entsprechende Anmeldeformular bereits vorab auf der Internetseite der Behörde herunterzuladen und auszufüllen, um Zeit zu sparen. Auf der Website der Meldebehörde erfahren Sie außerdem, ob eine Terminvereinbarung notwendig ist. Bringen Sie folgende Unterlagen zur Zweitwohnsitz-Anmeldung mit:

In einigen Bundesländern oder Kommunen kann die Wohnsitz-Anmeldung auch postalisch erfolgen. Ist dies nicht möglich, müssen Sie persönlich beim Amt vorstellig werden. In den meisten Fällen werden keine Gebühren erhoben. Nur wenige Städte erheben geringe Unkostenbeiträge von bis zu 12 Euro.

Wo finde ich die Öffnungszeiten meines Einwohnermeldeamtes?

Sie können die Öffnungszeiten entweder telefonisch erfragen oder auf der Website des zuständigen Amtes finden. Noch einfacher geht es mit der Funktion Einwohnermeldeamt finden auf unserer Website. Hier erhalten Sie auch gleich die Kontaktdaten Ihres Einwohnermeldeamtes.

Wann fällt eine Zweitwohnsitzsteuer an?

Etliche Städte und Gemeinden erheben eine Zweitwohnungssteuer, deren Höhe sich aus der Jahreskaltmiete oder der Wohnfläche ergibt. Selbst, wenn sich die Zweitwohnung im gleichen Ort wie der Hauptwohnsitz befindet, kann diese Steuer fällig werden. Erkundigen Sie sich am besten im Rahmen der Anmeldung direkt beim Einwohnermeldeamt über die anfallende Besteuerung. Bei Auszubildenden und Studenten kann diese entfallen, sofern kein eigenes Einkommen erzielt wird.

Welche Steuervorteile hat eine Zweitwohnung?

Finanzielle Belastungen durch den Nebenwohnsitz, darunter die Miete oder Kosten für Heimfahrten, können unter bestimmten Voraussetzungen steuerlich als Werbungskosten geltend gemacht werden. Dies kann die Steuerlast deutlich mindern und entschädigt beispielsweise Arbeitnehmer dafür, wegen des Berufes eine zweite Wohnung in Kauf zu nehmen.

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