Gas-FAQ

Können Sie Ihren Gasversorger wechseln? Was müssen Sie sonst noch bezüglich Ihres Gasanschlusses beachten, wenn Sie umziehen? Fragen rund um die Gasversorgung beim Umzug werden hier beantwortet.

  • Sofern Sie einen eigenen Gaszähler für Ihr Haus oder Ihre Wohnung haben und in einem direkten Vertragsverhältnis zu Ihrem Energielieferanten stehen, können Sie jederzeit eigenständig einen Wechsel des Gasanbieters vornehmen.

    Nicht berechtigt zu einem Wechsel sind Sie, wenn die Energiekosten von Ihrem Vermieter bezahlt und auf Ihre Miete umgelegt werden. In diesem Fall können Sie Ihren Vermieter höchstens auf die Möglichkeit eines Wechsels aufmerksam machen.

  • Der Wechsel Ihres Gasanbieters ist einfach und birgt keinerlei Risiko für Sie, da die Gasversorgung per Gesetz sichergestellt wird. Sie müssen lediglich den Wechselauftrag Ihres neuen Wunschanbieters ausfüllen und an diesen unterschrieben zurücksenden. Im Regelfall übernimmt Ihr neuer Anbieter zum nächstmöglichen Termin die Kündigung bei Ihrem bisherigen Versorger. Die Gaslieferung erfolgt dann nach etwa sechs bis zehn Wochen durch Ihren neuen Versorger.

    Bei eintretendem Sonderkündigungsrecht infolge einer Preiserhöhung und nur kurzfristig kündbaren Verträgen sollten Sie Ihre Kündigung selbst schriftlich einreichen. Andernfalls hat eine versäumte Kündigung zur Folge, dass Sie wieder für einen längeren Zeitraum von bis zu zwölf Monaten an Ihren bisherigen Anbieter gebunden sind. Dadurch wird Ihnen die Option eines kurzfristigen Wechsels genommen.

  • Nein. Für den Wechsel Ihres Gasanbieters kommen keinerlei Kosten auf Sie zu. Teilweise erhalten Sie von Anbietern sogar einen Wechselbonus als Dankeschön für Ihren Auftrag.

  • Sollten Sie bereits vor Ihrem Umzug in die neue Wohnung einen Wunschanbieter haben, senden Sie diesem Ihre Vertragsunterlagen so früh wie möglich zu. Bedenken Sie, dass der Wechsel zu einem anderen Gasanbieter vom Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung bis zur Belieferung eine Vorlaufzeit von sechs bis zehn Wochen erfordert. Wenn Sie Ihren Wechsel frühzeitig einleiten, haben Sie den Vorteil, dass Ihre Gasversorgung durch den neuen Lieferanten direkt von Beginn an erfolgen kann.

    Ansonsten wird zunächst der regionale Anbieter zur Gewährleistung der Grundversorgung zwischengeschaltet. Falls Sie keinen Wunschanbieter haben, entsteht bei Ihrem Einzug automatisch ein Gasliefervertrag mit dem Grundversorger zu dessen Standardtarif. Diesen Vertrag können Sie jedoch mit einer Frist von zwei Wochen jederzeit wieder kündigen.

  • Neben Ihren persönlichen Daten müssen Sie Ihr Einzugsdatum sowie Ihren alten Anbieter mit der dortigen Kundennummer angeben. Darüber hinaus wird nach der Zählernummer gefragt. Diese finden Sie auf Ihrer letzten Jahresabrechnung oder auf dem Zähler selbst. Ebenfalls notwendig ist die Auskunft über Ihren aktuellen Zählerstand.

    Wenn der Zähler nicht in Ihrer Wohnung angebracht ist, finden Sie diesen im Treppenhaus oder im Keller. Falls Sie den Zähler nicht auffinden, haben Sie die Möglichkeit Zählernummer sowie Zählerstand bei Ihrem Vermieter zu erfragen. Am besten notieren Sie sich den Zählerstand für eine spätere Kontrolle Ihrer Abrechnung.

  • Wenn Sie neu bauen, müssen Sie zunächst einen Gasanschlussvertrag mit dem lokalen Netzbetreiber abschließen. Sobald Sie in Ihr Haus eingezogen sind, haben Sie die Möglichkeit einen Wechsel Ihres Gasanbieters vorzunehmen. Die dafür notwendigen Formulare erhalten Sie dann von Ihrem neuen Wunschanbieter.
  • Ihr Verbrauch wird jedes Jahr gemessen und Ihnen in Ihrer Jahresendabrechnung mitgeteilt. Die Höhe Ihrer Abschläge richtet sich dabei nach Ihrem Verbrauch und wird gegebenenfalls jährlich angepasst.

  • Nach dem Wechsel Ihres Gasanbieters erhalten Sie fortan die Rechnung von Ihrem neuen Gasversorger und entrichten an diesen Ihren Abschlag. Zähler und Leitungen verbleiben nach wie vor im Besitz des örtlichen Netzbetreibers. Das Ablesen der Zählerstände läuft auch weiterhin über ihn. Die Gefahr bei einem Wechsel ohne Gas dazustehen, besteht für Sie nicht. Der örtliche Versorger ist gesetzlich zu einer Belieferung der Haushalte verpflichtet.

  • Den Gaszähler finden Sie in der Regel in der Wohnung, im Keller oder im Eingangs- bzw. Flurbereich. Sollten Sie ihn dort nicht finden, kontaktieren Sie Ihren Vermieter, die Hausverwaltung oder den Hausmeister. Ihre Zählernummer finden Sie auf Ihrer letzten Gasrechnung und ebenso auf dem jeweiligen Zählgerät.

  • Sie können Ihren Grundversorgungsvertrag mit einer Frist von zwei Wochen kündigen. Ihre Kündigung des Grundversorgers ist allerdings nur möglich, wenn Sie bereits einen neuen Vertragspartner haben und demzufolge keine Pflicht zur Grundversorgung mehr besteht.

    Haben Sie bei Ihrem Grundversorger ein anderes Gasprodukt gewählt oder sind Sie bereits zu einem anderen Gasanbieter gewechselt, gelten die in den AGBs vereinbarten Kündigungsfristen. Bei diesen sogenannten Sonderverträgen greift bei Preiserhöhungen ein Sonderkündigungsrecht.

    Nach § 20 Abs. 2 des GasGVV müssen Sie die Kündigung des Versorgungsvertrags schriftlich vornehmen. Gegebenenfalls können Sie mit Ihrem Gasanbieter abweichende Regelungen im Vertrag festhalten, sodass Ihnen auch eine telefonische Kündigung eingeräumt wird.

  • Sobald Sie einen Vertrag mit einem neuen Anbieter abschließen, übernimmt dieser die Kündigung Ihres bisherigen Anbieters zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Sie sollten Ihren Vertrag nur in zwei Fällen selbst kündigen: bei Zuspruch eines Sonderkündigungsrechts aufgrund einer Preiserhöhung Ihres Gasanbieters und bei Verträgen mit kurzen Kündigungsfristen.

    Versäumen Sie es Ihren Vertrag innerhalb der gesetzten Frist zu kündigen, verlängert sich die Laufzeit wieder um einen längeren Zeitraum. So entgeht Ihnen die Chance eines kurzfristigen Anbieterwechsels, da Sie für weitere sechs oder zwölf Monate an Ihren bisherigen Anbieter gebunden sind.

  • Steht Ihnen ein Sonderkündigungsrecht aufgrund einer Preiserhöhung zu, sollten Sie die Kündigung gemäß der eingeräumten Fristen vornehmen. Eine Kündigung ist insbesondere dann zu empfehlen, wenn sich Ihr Vertrag bei ausbleibender Kündigung wieder um einen längeren Zeitraum von zum Beispiel sechs oder zwölf Monaten verlängert. Andernfalls verlieren Sie die Option eines kurzfristigen Wechsels. Beachten Sie, dass bei einer Sonderkündigung die Fristen sehr knapp bemessen sind.

  • Nein, eine Versorgungslücke ist ausgeschlossen. Ganz gleich ob Ihr neuer Versorger den Vertrag kündigt oder Sie das selbst erledigen: Es ist nicht möglich, dass Sie ohne Gas dastehen. Ihr lokaler Grundversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet Sie mit Gas zu beliefern. Deshalb ist Ihnen eine zuverlässige und sichere Gasversorgung garantiert. Der Wechsel zu Ihrem Wunschanbieter verläuft für Sie dabei ganz unmerklich.

  • Die Belieferung erfolgt immer zum nächstmöglichen Zeitpunkt. Sofern Sie keinen Wunschtermin genannt haben, geschieht dies innerhalb von sechs bis zehn Wochen nach Abschluss Ihres neuen Vertrags. In der Regel beginnt die Versorgung durch Ihren neuen Anbieter zum Anfang eines Monats. Kündigungsfristen bei Ihrem bisherigen Versorger können Verzögerungen mit sich bringen, da sie diese einzuhalten haben. Für Sie besteht allerdings jederzeit die Möglichkeit sich bei Ihrem neuen Versorger über den Stand des Wechsels zu informieren.

  • Nein. Weder Sie noch Ihr Wunschanbieter müssen technische Veränderungen an der Gasleitung oder dem Gaszähler vornehmen. Der lokale Netzbetreiber ist nach einem Wechsel weiterhin für den Zähler sowie die Leitungen verantwortlich. Der neue Anbieter mietet sich für die Nutzung des Gaszählers und der Leitungen beim lokalen Versorger ein. Wer nach dem Wechsel für das Ablesen Ihres Zählerstandes zuständig ist, erfragen Sie am besten direkt bei Ihrem neuen Anbieter.

  • Trotz eines Anbieterwechsels bleibt der lokale Versoger bei allen technischen Fragen Ihr Ansprechpartner. Sollte es zu einem Ausfall der Gaslieferung kommen, kontaktieren Sie ebenfalls den örtlichen Grundversorger.

  • Aufgrund gesetzlicher Fristenregelungen erfolgt die Anbieterumstellung in der Regel innerhalb von sechs bis zehn Wochen nach Vertragsabschluss. Sofern Sie bereits einen Wechsel vorgenommen haben und nicht mehr über Ihren Grundversorger Gas beziehen, müssen Sie die Kündigungsfristen Ihres Altversorgers berücksichtigen. Ein Versäumnis der fristgerechten Kündigung verzögert Ihren Anbieterwechsel um den Zeitraum der verlängerten Vertragslaufzeit.

  • Sofern Sie keinen Wunschlieferanten beauftragt haben, greift für Sie die sogenannte Grundversorgung. Diese wird von örtlichen Gasversorgungsunternehmen gewährleistet. Als Grundversorger gilt dabei der Gasanbieter, der in einem Netzgebiet die meisten Haushalte beliefert. Im Regelfall sind das die zuständigen Stadtwerke.

  • Nein. Sobald Sie dem Angebot eines neuen Anbieters schriftlich zustimmen, haben Sie keinen Anspruch mehr den Tarif zu beanstanden. Erst bei einer Preiserhöhung während Ihrer Vertragslaufzeit haben Sie die Möglichkeit von Ihrem Sonderkündigungsrecht Gebrauch zu machen, um Ihren Anbieter zu wechseln. Andernfalls müssen Sie die vereinbarte Vertragslaufzeit einhalten und Ihre Kündigungsfrist abwarten.

  • Der Netzbetreiber ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Gasnetzes zuständig und muss die Grundversorgung aller Haushalte gewährleisten. Häufig sind Netzbetreiber und Grundversorger identisch, insbesondere wenn es sich um Stadtwerke handelt.

    Ein Gasversorger ist lediglich für die Lieferung des Gases verantwortlich. Deshalb können Sie ohne weiteres einen Gasanbieter ohne eigenes Verteilernetz als Ihren Lieferanten wählen. Dieser entrichtet für die Nutzung ein sogenanntes Netznutzungsentgelt an den Netzbetreiber.

  • Die Grundversorgung beschreibt die Energiebelieferung aller Haushaltskunden durch den Grundversorger zu allgemeingültigen Bedingungen und Preisen. Diese müssen öffentlich bekannt gemacht werden und über das Internet auffindbar sein. Die Versorgung erfolgt dabei in Form von Strom (Niederspannung) oder Gas (Niederdruck).

    Grundversorger ist jeweils das Energieversorgungsunternehmen mit den meisten Haushaltskunden in einem Netzgebiet. In der Regel trifft dies auf die örtlichen Stadtwerke zu. Der Grundversorger ist gesetzlich dazu verpflichtet, die Versorgung aller Haushalte zu den veröffentlichten Allgemeinen Bedingungen und Preisen zu garantieren.

  • Am Tag des Anbieterwechsels und vor jeder Preiserhöhung sollten Sie sich Ihren aktuellen Zählerstand notieren und Ihrem Gasanbieter mitteilen. Nur so kann Ihnen eine taggenaue Abrechnung gewährleistet werden.

  • Haben Sie Ihren bisherigen Gasliefervertrag selbst abgeschlossen, müssen Sie Ihren Vermieter über einen Anbieterwechsel nicht informieren. Erhalten Sie allerdings Ihre Gasrechnung über Ihren Vermieter oder wird Ihr Gasverbrauch mit der Warmmiete verrechnet, ist Ihr Vermieter Vertragspartner des Gasanbieters. In diesem Falle sind Sie nicht berechtigt den Anbieter zu wechseln. Sie können lediglich Ihren Vermieter um einen Wechsel zu einem günstigeren Gaslieferanten bitten.

  • Nach dem Wechsel Ihres Anbieters bekommen Sie von Ihrem bisherigen Gasversorger eine Abschlussrechnung zugesandt. Darin wird Ihr Gasverbrauch bis zum Zeitpunkt des Wechsels aufgelistet und mit Ihren bereits geleisteten Zahlungen abgeglichen. Der Wechsel selbst ist mit keinerlei Zusatzkosten verbunden.

  • Nach Ihrem Wechsel erhalten Sie von Ihrem alten Versorger eine Schlussrechnung mit Ihrem Verbrauch und den bereits geleisteten Abschlagszahlungen. Je nach Vertragsbedingungen werden bei geringerem Verbrauch bereits geleistete Zahlungen ausgeglichen. Vergewissern Sie sich über Ihre Konditionen, indem Sie diese in den AGBs Ihres Vertrags nachlesen. Besteht ein Vertragsverhältnis mit dem Grundversorger werden Ihnen Überzahlungen in jedem Falle zurückgezahlt.

  • Sollte Ihnen der Gasverbrauch nur in Kubikmetern bekannt sein, können Sie ihn wie folgt umrechnen:

    m³ x Brennwert x Zustandszahl = kWh

    Der Brennwert gibt die Wärmemenge an, die bei der Verbrennung freigesetzt wird. Er variiert je nach Gasnetz und liegt etwa zwischen 8 und 12 kWh pro m3. Sollten Sie den Brennwert nicht kennen, verwenden Sie für eine Schätzung den Mittelwert 10.

    Die Zustandszahl ist auf jeder Gasrechnung aufgeführt und beschreibt das Verhältnis des Erdgasvolumens in einem vorher definierten Normzustand zum Gasvolumen im Betriebszustand. In der Regel beträgt der Wert 0,95.

  • Bei diesem Wechsel verfahren Sie genauso wie bei einem Wechsel vom örtlichen Grundversorger zu einem alternativen Anbieter. Der einzige Unterschied hierbei ist, dass Sie die Kündigungsfrist und die Vertragslaufzeit Ihres aktuellen Anbieters beachten müssen. Sollten Sie Ihre Kündigungsfrist verpasst haben, läuft der Vertrag bis zur nächsten Frist weiter. Erst dann haben Sie erneut die Chance zu einem anderen Gaslieferanten zu wechseln.

  • Vorauskasse ist in vielen Branchen wie Mobilfunk oder Versicherung keine Seltenheit. So sind auch bei Energielieferanten immer wieder Tarife mit Vorauskasse aufzufinden. Die Anbieter können durch das Konzept der Vorauszahlung günstigere Tarife ansetzen, weil sie weder teure Inkassoleistungen noch Zahlungsausfälle einkalkulieren müssen. Allerdings besteht bei diesen Tarifen das Risiko, dass im Falle einer Anbieterinsolvenz vorab entrichtetes Geld verloren geht. Zu empfehlen ist diese Option somit nur bei Tochterunternehmen eingesessener Stadtwerke oder von seit Jahren am Markt positionierter Unternehmen.

  • Ein Sonderabschlag lässt sich wie eine Art Kaution erklären. Gleich zu Beginn Ihres Vertrags müssen Sie Ihrem Gasanbieter eine einmalige Zahlung leisten. Diese Zahlung kann mehrere Hundert Euro betragen. Durch diese Eigenschaft ähneln Sonderabschläge einem zinslosen Darlehen. Im Gegenzug erhalten Sie von Ihrem Gasanbieter einen günstigeren Tarif während der Vertragslaufzeit. Hierbei gilt: Je höher der Sonderabschlag desto höher der Rabatt auf den allgemeinen Tarif und umgekehrt.

    Wenn Ihr Gasverbrauch am Ende der Vertragslaufzeit den geleisteten monatlichen Zahlungen entspricht, wird Ihnen der Sonderabschlag zurück erstattet. Sollten Sie mehr Gas verbraucht haben, wird die fehlende Summe mit der anfänglichen Zahlung verrechnet. Bei einigen Modellen wird die Zahlung auch zu Beginn mit den ersten Monatsraten verrechnet.

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