FAQ zum Kabelanschluss

Welche Unternehmen bieten einen Kabelanschluss an? Wie können Sie überprüfen, ob bei Ihnen eine Kabelanschlussmöglichkeit gegeben ist? Sie wohnen zur Miete und möchten einen Kabelanschluss beantragen? Was Sie dabei beachten sollten und was Sie sonst über das Thema Kabel wissen sollten, lesen Sie hier.

  • Die Anbindung an das Breitbandkabelnetz wird als Kabelanschluss bezeichnet. Zumeist werden bei solch einem Anschluss Glasfaserkabel zur Übertragung der Signale verwendet. Über diesen Anschluss können Sie dann Kabelfernsehen, Radio, Internet und Telefon nutzen.

  • Der Aufbau des Kabelnetzes in Deutschland geht auf die Deutsche Bundespost zurück. Weiter ausgebaut wurde das Netz von der Deutschen Telekom. Heute betreiben mehrere Anbieter zeitgleich das Kabelnetz und bieten Tarife für einen Kabelanschluss an. Die vier größten Anbieter sind die Unternehmen Kabel Deutschland, Unitymedia, Netcologne und Kabel BW.

  • Am einfachsten ist es, wenn Sie direkt die Telefon-Servicehotline Ihres regionalen Anbieters anrufen. Wohnen Sie zur Miete, so ist es auch hilfreich im ersten Schritt den Vermieter zu kontaktieren. Oftmals sind in Mietparteien die Kabelinstallationen bereitgestellt, sodass Sie nur noch einen passenden Kabelanbieter finden müssen. Sollte kein Kabelanschluss vorhanden sein, sind Sie als Mieter verpflichtet zuerst bei Ihrem Vermieter eine Genehmigung für die Anmeldung und anstehende Installation einzuholen.
  • Bei den meisten Kabelanbietern lässt sich die Verfügbarkeit eines Anschlusses ganz bequem über deren Internetseite überprüfen. Sie können Ihre Anfrage aber auch beliebig an einen der großen Anbieter wie Kabel Deutschland oder Unitymedia richten. Der Anbieter leitet Ihre Anfrage dann an den zuständigen, regionalen Anbieter weiter.

  • Sie haben die Möglichkeit Ihren Kabelanschluss bequem online zu bestellen oder direkt über die Telefonhotline des jeweiligen Anbieters. Einige Anbieter sind auch mit Filialen vertreten. Beachten Sie aber, dass Sie bei einem Abschluss im Laden bzw. in der Filiale des Anbieters kein Widerrufsrecht haben.
  • Wenn in Ihrem Wohnhaus kein Kabelanschluss vorhanden ist, müssen Sie Ihren Vermieter über die gewünschte Installation informieren und eine Genehmigung einholen. Sollten Sie Fragen zum Vorgehen haben, wenden Sie sich einfach an Ihren Wunschanbieter. Dieser kann Sie bezüglich des Ablaufs Ihrer Bestellung beraten.

    Falls Sie nicht wissen, ob bereits ein Kabelanschluss installiert ist, fragen Sie am besten direkt bei Ihrem Vermieter nach. Alternativ können Sie Ihre Nebenkostenabrechnung überprüfen, ob in Ihrem Mietshaus bereits ein Kabelvertrag abgeschlossen wurde. Existiert ein Anschluss, haben Sie jederzeit die Möglichkeit den bestehenden Kabelanschluss mit Telefon und Internet aufzurüsten. Online können Sie ganz bequem Vergleichsangebote von Kabelanbietern einholen und in aller Ruhe abwägen, welcher für Sie in Frage kommt.

  • Es gelten grundsätzlich die jeweiligen Kündigungsfristen laut den AGB des Anbieters. Abhängig davon, ob Sie den Kabelanschluss als Besitzer eines Eigenheimes (Einzelnutzer) oder als Mieter in einer Mietwohnung nutzen, gelten andere AGB.

    Als Mieter zahlen Sie die monatliche Pauschale direkt über Ihre Nebenkosten an Ihren Vermieter. Ziehen Sie aus der Wohnung aus, ist automatisch auch Ihre Nutzung des Kabelanschlusses hinfällig. Ihr Vermieter bzw. Hauseigentümer ist der direkte Kunde des Kabelbetreibers.

  • Möchten Sie als Hauseigentümer mit eigenem Einzelanschluss umziehen, gibt es zwei Möglichkeiten:

    1. Ihr bisheriger Anbieter ist auch in Ihrem neuen Wohngebiet verfügbar.
    Informieren Sie Ihren bisherigen Anbieter rechtzeitig über Ihren Umzug. Es sind dann keine wesentlichen Änderungen notwendig, Ihr Vertrag läuft einfach unter der neuen Adresse weiter. Gegebenenfalls verlängert sich die Laufzeit.
    2. Sie ziehen in das Gebiet eines anderen Kabelanbieters (z.B. anderes Bundesland).
    In diesem Fall müssen Sie Ihren bisherigen Anschluss rechtzeitig kündigen. Die Kündigungsfristen entnehmen Sie bitte den AGB Ihres Anbieters.

  • Die Vertragslaufzeiten sind abhängig von Ihrem gewählten Produkt. Üblich sind Laufzeiten von 12 oder 24 Monaten. In der Regel erhalten Sie bei 24 Monaten bessere Konditionen oder Leistungen. Grundsätzlich gelten die festgelegten Vertragslaufzeiten in den AGB des Anbieters.

  • Bei einem DSL-Anschluss verläuft der Internetzugang über das Telefonnetz, bei einem Kabelanschluss wird der Internetzugang über das Kabelnetz bereitgestellt. Sowohl bei Kabel als auch bei DSL können Sie zeitgleich telefonieren und im Internet surfen.

    Allerdings kann es Unterschiede bezüglich Bandbreite bzw. Geschwindigkeit geben. Über das Kabelnetz sind in der Regel Bandbreiten bis zu 100 MBit/s möglich, über DSL lediglich bis maximal 16 MBit/s. Zudem nimmt die Bandbreite bei DSL mit der Entfernung zum Netzknoten weiter ab. Über Ihr Kabelnetz empfangen Sie hingegen die volle Bandbreite. Welche Bandbreite Ihnen zur Verfügung gestellt wird, hängt allerdings auch von der Wahl Ihres Produkts ab.

  • Für Neukunden, die von ihrem DSL-Anbieter zu einem Kabelanbieter wechseln möchten, bieten einige Kabelunternehmen den sogenannten DSL-Wechslerservice an. Hintergrund ist, dass sich die Kündigungsfristen des bisherigen DSL-Anbieters mit dem Anschlusstermin des neuen Kabelanbieters meist überschneiden. So könnte es dazu kommen, dass Sie entweder für einige Zeit Gebühren an beide Anbieter bezahlen oder für einige Wochen auf Ihren Internetanschluss verzichten müssten. Dies soll durch den DSL-Wechslerservice vermieden werden.

    Mit dem DSL-Wechslerservice beauftragen Sie Ihren gewünschten Internettarif. Der Tarif läuft erst an, wenn Ihr alter Tarif ausgelaufen ist. Beachten Sie allerdings, dass sich die Vertragsdauer bei Ihrem neuen Anbieter entsprechend um diese verschobene Periode verlängert. Oftmals übernimmt Ihr neuer Anbieter die fristgerechte Kündigung Ihres bisherigen Vertrags. Fragen Sie aber vorher gezielt nach, ob Ihr neuer Anbieter diesen Service leistet.

    Auf der sicheren Seite sind Sie, wenn Sie Ihren bisherigen DSL-Vertrag eigenständig und schriftlich kündigen. Unter Berücksichtigung von Vorlaufzeiten kann Ihr Terminwunsch beim neuen Anbieter nur eingehalten werden, wenn die Kündigungsfrist bei Ihrem bestehenden Vertrag noch mindestens zwei Monate beträgt.

  • Ihr Kabelanschluss wird bis zum Übergabepunkt auf Ihrem Grundstück oder in Ihrem Haus von Ihrem Kabelanbieter verlegt. Die Installation im Haus können entweder Ihr Kabelanbieter, ein Handwerker oder auch Sie selbst vornehmen. Die Wahl liegt bei Ihnen. Wohnen Sie allerdings in einer Mietwohnung, benötigen Sie das Einverständnis Ihres Vermieters bzw. des Hauseigentümers.

  • Um alle Services nutzen zu können, benötigen Sie folgende Ausstattung:

    • Kabelanschluss
    • Digitalreceiver und Smartcard
    • Fernseher
    • Kabelmodem
    • Computer/Notebook
    • Telefon/Fax
  • Nach Ihrer Bestellung eines digitalen Kabelanschlusses erhalten Sie von Ihrem Anbieter alle notwendigen Endgeräte, die Sie für das digitale Fernsehen benötigen. Abhängig von Ihrer bestellten Hardware beinhaltet die Lieferung einen Digitalreceiver mit freigeschalteter Smartcard sowie eine Universal-Fernbedienung für Ihren Fernseher und Digitalreceiver. Ihr Anbieter überlässt Ihnen diese Geräte während der Vertragsdauer.

  • Grundsätzlich können Sie mit jedem Telefon über Ihren Kabel-Telefonanschluss telefonieren. Ihr analoges Telefon können Sie direkt anschließen. Möchten Sie ISDN-Geräte verwenden, benötigen Sie einen zusätzlichen ISDN-Adapter. Diesen können Sie bei Ihrem Kabelanbieter mitbestellen.

  • Ihr Anbieter vereinbart einen Termin zwischen Ihnen und dem Service-Techniker. Der Techniker tauscht ggf. Ihre Anschlussdose durch eine Multimediadose mit drei Ausgängen aus und schließt dann Ihr Kabelmodem inklusive Telefonadapter an.

    Auf Wunsch kann der Service-Techniker Ihnen direkt den Internetzugang auf Ihrem PC, sowie auch Ihren WLAN-Router und WLAN-USB-Stick einrichten. Diesen Service müssen Sie bei Ihrem Anbieter direkt bestellen.

  • WLAN ist die Abkürzung für Wireless Local Area Network und ist eine Datenübertragungstechnik für drahtlose Netzwerke, die umständliches Verkabeln überflüssig macht. Dadurch lassen sich mehrere Geräte per Funk miteinander verbinden und ermöglichen Datenaustausch über Distanzen von mehreren hundert Metern (je nach Hardware und Räumlichkeiten).

    Wireless LAN ist auch dort verfügbar, wo es sogenannte Hotspots gibt. Damit sind drahtlose Sende- und Empfangsstationen gemeint, die vor allem in Bahnhöfen, Hotels, Flughäfen oder Cafes angeboten werden. Dort können Sie sich dann mit Ihrem mobilen Gerät ins Internet einwählen.

  • Ja, Sie können grundsätzlich Ihre alte(n) Rufnummer(n) mitnehmen. Ihr neuer Anbieter kümmert sich um die Rufnummern-Übertragung (Portierung) und kündigt auch Ihren Vertrag bei Ihrem bisherigen Anbieter. Allerdings muss hierfür Ihr aktueller Telefonvertrag noch aktiv sein. Unter Berücksichtigung Ihrer Kündigungsfristen wird Ihre Rufnummer zum nächstmöglichen Termin übertragen.

    Möchten Sie Ihre Rufnummer nicht mitnehmen, müssen Sie Ihren alten Vertrag selbständig und schriftlich kündigen.

  • Sie erreichen den jeweiligen Anbieter entweder über ein Kontaktformular auf dessen Internetseite oder über dessen telefonische Service-Hotline.

  • Grundsätzlich ist die Bildqualität bei einem Kabelanschluss besser, da die Bandbreite höher ist und ein anderes Übertragungsverfahren genutzt wird.

  • HDTV ist die Abkürzung für High Definition Television und verspricht Ihnen einen unvergleichlichen Fernsehgenuss in exzellenter Auflösung und sehr guter Tonqualität. Mit digitalem Fernsehen werden die bisher üblichen analogen Sender ersetzt und hochwertiger übertragen. Um HD-Fernsehen genießen zu können, benötigen Sie die dafür ausgelegte Hardware.

  • Ja. Jede Anschlussdose Ihres Kabelanschlusses überträgt sämtliche analogen, digitalen und hochauflösenden (HD)TV- und Radiosender. Um HDTV zu empfangen, benötigen Sie jedoch einen digitalen Kabelanschluss sowie einen Fernseher mit HD-fähigem Kabel-Empfänger. Bei neueren Fernsehgeräten ist der notwendige DVB-C-Empfänger meist schon eingebaut. Falls Ihr Fernsehgerät über keinen Tuner verfügt, benötigen Sie einen dafür ausgelegten externen Receiver. Die notwendige Hardware erhalten Sie von Ihrem Anbieter ? meist zur Miete oder auch zum Kauf.

    Mit einer Smartcard und den entsprechenden Freischaltungen empfangen Sie zudem verschlüsselte digitale und viele hochauflösende (HD)TV-Sender. So profitieren Sie von einer größeren Programmvielfalt und einer ausgezeichneten Bild- und Tonqualität.