Energie sparen: So erzielen Sie maximale Kostensenkungen

Glühbirne als Darstellung für Energiespar-Tipps

Die zündende Idee beim Energiesparen ist oft nicht nötig – das Verbrauchsverhalten ist entscheidend.

Die Energiekosten steigen von Jahr zu Jahr und stellen einen erheblichen Kostenblock in Privathaushalten dar. Die gute Nachricht: Stromverbrauch, Wasserverbrauch und Heizkosten lassen sich mit einfachen Umstellungen meist ohne Komfortverlust reduzieren. Selbst kleine Veränderungen im Verhalten, wirken sich oft positiv aus.

Darüber hinaus existieren 👉 verschiedene Geheimtipps, die zusätzlich zu Kostensenkungen beitragen. Wenn auch Sie optimal Energie sparen möchten, ist dieser Artikel die richtige Lektüre.

Wie setzen sich Energiekosten zusammen?

Die Energiekosten in Privathaushalten setzen sich aus Strom- und Heizkosten zusammen. Wenngleich diese beiden Posten den größten Block darstellen, sollte auch der Wasserverbrauch in Sparmaßnahmen einbezogen werden. Der Stromverbrauch wird entscheidend davon beeinflusst, ob Warmwasser mit Strom oder anderen Energiequellen erzeugt wird. Elektrisch betriebene Durchlauferhitzer erhöhen die Stromkosten deutlich, während die Kosten für Gas bzw. Heizöl in diesem Fall etwas geringer ausfallen.

Den eigenen Energieverbrauch einschätzen

📌 Um Ihren eigenen Energieverbrauch einschätzen zu können, sind folgende Jahresdurchschnittswerte hilfreich:

  • Stromverbrauch pro Person: 1.500 kWh (mit Durchlauferhitzer 500 kWh zusätzlich)
  • Gasverbrauch für eine 40-qm-Wohnung: 5.700 kWh (nur Heizen), 6.500 kWh (Heizen und Warmwasser)
  • Wasserverbrauch pro Person: 47 m³ (ca. 128 Liter pro Tag)

Anhand dieser Werte können Sie grob ermitteln, ob Sie zu viel Energie und Wasser verbrauchen. Aktuelle Zahlen entnehmen Sie einfach Ihrer Strom- und Nebenkostenabrechnung. Zu hohe Werte bedeuten, dass Handlungsbedarf besteht. Doch selbst, wenn Sie unter dem Verbrauchsdurchschnitt liegen, lässt sich meist zusätzlich Energie sparen. Die wichtigsten Tipps zeigen wir im Folgenden auf.

Energiekosten sparen: grundsätzliche Verhaltensregeln

Strom sparen durch Zeitschaltuhren – und dadurch Kosten

Zeitschaltuhren sind beim Sparen von Strom bares Geld wert!

📌 Die wichtigsten Grundregeln zum Senken des Energieverbrauchs mögen banal klingen, finden aber dennoch nicht in jedem Haushalt Anwendung.

  1. Schalten Sie unnötige Lichter ab. Beleuchten Sie keine Räume, in denen sich niemand aufhält. Tauschen Sie außerdem Glühbirnen gegen LED-Leuchtmittel aus. Was für die Beleuchtung gilt, lässt sich auf sämtliche Elektrogeräte übertragen: Schalten Sie Geräte wie Fernseher und PCs aus, wenn Sie sie nicht nutzen. Selbst der Stand-by-Betrieb verursacht bis zu zehn Prozent Stromverbrauch, weshalb auch dieser vermieden werden sollte. Bewährt haben sich hierfür Steckdosenleisten mit Schalter sowie Zeitschaltuhren.
  2. Senken Sie die Raumtemperatur ab. Bereits eine Absenkung um ein Grad reduziert die Heizkosten um sechs bis sieben Prozent. (Tipp: Für Sie haben wir in dem Artikel „Heizkosten sparen“ weitere Details zusammengefasst.)

Energieverbrauch senken: Waschmaschine und Kühlschrank als größte Hebel

📌 Wie sind Waschmaschine und Trockner energiesparend zu verwenden?

Einer der größten Energieverbraucher ist zweifelsfrei die Waschmaschine, welche daher nur voll beladen gestartet werden sollte. In vielen Fällen können Sie auf Vor- und Kochwäsche verzichten. Zudem können Sie viel Strom sparen, wenn Sie eine niedrige Waschtemperatur wählen und die Maschine an den Warmwasseranschluss schließen. Häufig sind bereits 30 Grad ausreichend, um gute Ergebnisse zu erzielen. Verzichten Sie darüber hinaus möglichst auf den Einsatz eines Wäschetrockners. Einsparungen von bis zu 300 kWh pro Jahr sind durchaus realistisch. Wenn es nicht ohne Trockner geht, nutzen Sie ein Gerät mit hoher Effizienzklasse: Kondensationstrockner verbrauchen deutlich weniger als herkömmliche Modelle.

📌 Wie nutzen Sie Kühl-und Gefrierschränke energiesparend?

Auch Kühl- und Gefrierschränke verursachen einen hohen Stromverbrauch – insbesondere, wenn sie falsch bedient werden oder sehr alt sind. Zunächst sollte sich ein Kühlschrank nicht direkt neben Wärmequellen wie Heizung, Spülmaschine oder Herd befinden. Direkte Sonneneinstrahlung ist ebenfalls ungünstig. Auch sollte es in dem Raum, in dem sich Kühl- oder Gefrierschrank befinden, nicht übermäßig warm sein. Die optimale Innentemperatur für Kühlschränke beträgt 7 Grad. Bei Gefrierschränken sind es minus 18 Grad. Zusätzlich dazu reduziert regelmäßiges Abtauen den Energieverbrauch.

Weitere Stromfresser – beispielhaft verdeutlicht

Um Energie zu sparen am Besten den Stand-by-Betrieb von Geräten ausschalten

Geräte im Stand-by-Betrieb ziehen viel Strom – daher am besten ausschalten!

Häufig sind es vermeintliche Kleinigkeiten, die den Energieverbrauch insgesamt spürbar erhöhen.

Nehmen wir als Beispiel eine Familie mit Kind. Jedes Familienmitglied besitzt ein Smartphone. Zusätzlich gehören zwei Fernseher, ein PC und ein Notebook zur Haushaltsausstattung. Gerade die Mutter trinkt gerne Tee und verwendet nahezu täglich einen Wasserkocher. Häufig wird frisches Essen gekocht und dementsprechend oft wird auch abgespült. Im Sommer läuft obendrein noch eine Klimaanlage im elterlichen Schlafzimmer, die für hohen Komfort sorgen soll. Alle Familienmitglieder genießen gerne ein Vollbad.

Unsere Beispielfamilie ärgert sich regelmäßig über die hohen Nebenkosten und stellt sich die Frage: Wie können wir Strom sparen und unseren Wasserverbrauch reduzieren?

📌 Folgende Maßnahmen würden die Energiekosten der Familie deutlich senken:

  • Ausdauer der Handys erhöhen (Display dimmen, WLAN, GPS und Bluetooth bei Nichtgebrauch deaktivieren, ungenutzte Apps entfernen)
  • Laptop statt PC verwenden (Verbrauch eines Multimedia-PCs: ca. 200 Watt, vergleichbarer Laptop: ca. 30 Watt, Energiesparmodus aktivieren, bei Nichtgebrauch herunterfahren)
  • Fernsehverhalten optimieren (Helligkeit und Kontrast herunterregeln, Stand-by vermeiden, Nutzungsdauer reduzieren, keine übergroßen Geräte verwenden)
  • Wasserkocher richtig nutzen (nur die benötigte Menge an Wasser kochen, Gerät abschalten, sobald es kocht)
  • Energiesparend kochen (Töpfe immer mit Deckel schließen, Topf passend zum Herdplattendurchmesser wählen, beim Backen auf Vorheizen verzichten, Restwärme nutzen, Umluft bevorzugen)
  • Energieeffizienz beim Spülen (Spülmaschine ans Warmwasser anschließen, „ECO-Programm“ wählen)
  • Auf Klimageräte verzichten (Fenster im Sommer tagsüber geschlossen halten und Rollläden herunterlassen, in den kühlen Stunden der Nacht ausgiebig lüften, notfalls Ventilator verwenden)
  • Duschen statt Baden (Vollbad: ca. 120 Liter Warmwasser, Duschen: ca. 70 Liter, zu hohe Temperaturen meiden: 36 Grad sind ausreichend)

Energie sparen – durch Anschaffung moderner Geräte

Auch durch die Anschaffung moderner, sparsamer Haushaltsgeräte lässt sich der Energieverbrauch senken. Die Frage ist jedoch stets, ob entsprechende Investitionen unter dem Strich tatsächlich lohnenswert sind. Einen wichtigen Anhaltspunkt liefert das europäische Energielabel mit seiner Skala von A+++ bis G. Zudem sollten Sie die Verbrauchsangaben von Geräten im Detail betrachten. Als besonders effizient beurteilt das Umweltbundesamt Geräte mit folgenden zusätzlichen Labels:

  • Blauer Engel
  • EU-Umweltzeichen
  • TCO-Prüfzeichen
  • Energy Star

Sehen wir uns beispielhaft einen 12 Jahre alten Kühlschrank der Effizienzklasse D an. Gegenüber einem modernen Modell mit der Klasse A+++ liegt der Verbrauch um ca. 370 kWh höher. Die jährliche Einsparung durch die Neuanschaffung würde in diesem Fall im Bereich von 100 bis 120 Euro pro Jahr liegen.

Die Stromeinsparung durch Induktionsherde ist hingegen gering. Sie beträgt laut Stiftung Warentest nur 5 Euro pro Person und Jahr. Hinzu kommt, dass Induktionskochfelder in der Anschaffung fast doppelt so teuer sind, wie herkömmliche Ceranfelder.

Interessanter wird es im Bereich der Waschmaschinen. 15 Jahre alte Modelle können pro Waschgang beispielsweise über 100 Liter Wasser verbrauchen. Moderne Maschinen kommen mit der Hälfte oder sogar einem Drittel davon aus. Ähnlich sieht es beim Stromverbrauch aus, der bei Waschmaschinen der Klasse A+++ bei lediglich 90 kWh pro Jahr liegt. Alte Modelle liegen oft über 200 kWh jährlich. Je mehr Sie waschen, desto lohnenswerter ist ein Umstieg.

Fazit

Es ist davon auszugehen, dass Energiekosten auch in Zukunft weiter steigen werden. Energie sparen ist jedoch nicht schwer. Sämtlich Tipps aus diesem Artikel lassen sich ohne große Mühe umsetzen. Gerade, wenn alte Haushaltsgeräte ihren Dienst versagen, ist zudem die Anschaffung effizienter Geräte unbedingt zu empfehlen. Falls Sie trotz aller Maßnahmen mit Ihrem derzeitigen Energielieferanten dennoch keine merklichen Einsparungen erzielen können, lohnt sich unter Umständen der Vergleich mit anderen Anbietern.

Haben Sie noch eine Frage oder Anregungen zum Thema? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar!
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