Heizkosten sparen im Handumdrehen – 16 nützliche Tipps

Heizkosten sparen und das Geld ins Sparschwein werfen

Mit einigen einfach Tipps die Heizkosten senken

Ist der Sommer vorbei und die Tage werden kühler, wird in den meisten Haushalten wieder die Heizung aufgedreht. Dabei kann diese ein richtiger Energieschlucker sein, wenn falsch mit ihr umgegangen wird. Etwa ein Viertel der verbrauchten Energie eines Jahres ist auf den Gebrauch der Heizung zurückzuführen. Doch wer richtig heizt, spart nicht nur Energie, sondern auch Geld, ohne dabei frieren zu müssen. Wir haben 16 wertvolle Tipps für Sie, mit denen Sie effizient Ihre Heizkosten verringern können. Viele davon können Sie schnell, einfach und sofort umsetzen.

Entlüften

Idealerweise sollte jährlich vor Beginn der Heizperiode Ihre Heizung entlüften. Das spart jährlich 15 Prozent Heizkosten. Wenn Sie ein Gluckern oder Tropfen hören und die Heizung nicht mehr richtig aufheizt, wird es höchste Zeit den Heizkörper zu entlüften, damit die überschüssige Luft entweichen kann

Achten Sie auf Ihre Heizkosten?

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Heiztemperatur

Es sollte nicht in allen Räumen in der Wohnung oder im Haus gleich viel geheizt werden. Denn jeder Raum hat seine optimale Temperatur. So haben Wohnräume wie das Wohnzimmer eine Ideal- bis Maximaltemperatur von 20°C – 22°C, die Küche von 18°C – 20°C, Schlafzimmer von 16°C – 18°C und Badezimmer maximal 23 °C. In der Regel reichen die Idealtemperaturen aus. Wird die Raumtemperatur um 1°C gesenkt, sparen Sie 6 Prozent der Heizenergie. Stellen Sie die Temperatur nur so hoch, wie es für Sie angenehm ist und überschreiten Sie dabei nicht die Maximaltemperatur. Damit die Wände nicht auskühlen, sollten die Räume nie kälter als 15°C sein. Denn ein Aufwärmen kostet wiederrum mehr Heizenergie.

Fenster abdichten

Alte Fenster sind problematisch beim Heizkosten sparen

Besonders alte Fenster sind oft nicht gut abgedichtet

Achten Sie darauf, dass Ihre Fenster abgedichtet sind. Stellen Sie fest, dass dies nicht der Fall ist, gibt es leicht anzubringende, selbstklebende Streifen. Sie werden zwischen Fenster und Rahmen geklebt. Dadurch werden luftdurchlässige Ritzen abgedichtet. Die Kosten für die Anschaffung der Isolierstreifen sind gering und Sie können bis zu 30 Prozent Heizkosten sparen

Heizung freihalten

Vor der Heizung sollten keine Möbel oder Schränke stehen. Auch lange Vorhänge können den Heizkörper verdecken. Etwa 15 Prozent ungenutzter Energieverbrauch entsteht, wenn die Heizungsluft sich nicht verbreiten kann und der Heizkörper durch den verursachten Wärmestau mehr Wärme abgeben muss, um die eingestellte Temperatur zu erreichen. Zudem empfiehlt es sich eine Dämmfolie hinter der Heizung anzubringen, damit die Außenwand weniger Wärme aufnimmt.

Konstantes Heizen

In den Räumen sollte möglichst immer eine gewisse Grundwärme herrschen, damit die Wohnung oder das Haus nicht zu stark abkühlen. Daher schalten Sie die Heizung nie aus, sondern stellen Sie sie auf eine niedrige Stufe. Sind die Räumlichkeiten zu kalt, benötigt es viel Energie diese wieder aufzuheizen. Die Grundwärme sorgt dafür, dass die Wohnung schneller und mit weniger Energieverbrauch die gewünschte Temperatur erreicht. Darüber hinaus ist es ratsam, die Heizung nicht zu oft auf- und herunterzudrehen, damit keine unnötigen Kosten entstehen.

Heizkörperthermostate

In der Nacht heizen, damit morgen besonders in der kalten Jahreszeit das Aufstehen leichter fällt, muss nicht sein und kostet unnötig Energie. Dennoch müssen Sie morgens nicht durch kalte Räume gehen. Sogenannte Heizkörperthermostate regeln für Sie die Wärmezufuhr. Sie können einstellen, zu welchen Uhrzeiten eine bestimme Temperatur erreicht werden soll. So kann die integrierte Zeitschaltuhr für die Nacht auf 16°C (Tipp: eine Stunde vor dem Schlafengehen) und am Tag auf 20°C (Tipp: eine Stunde vor dem Aufstehen) programmiert werden. Minutengenau wird die Temperatur gesenkt oder erhöht. Für das Wochenende können Sie zum Beispiel andere Zeiten eingeben. Es gibt viele elektronische Heizkörperventile, die bei plötzlichem Temperaturumschwung z.B. durch Stoßlüften, automatisch die Temperatur senken

Richtig Lüften

Wenn Sie richtig Lüften, können Sie Heizkosten sparen

Richtiges Lüften hat einen großen Einfluss auf die Heizkosten

Lüften Sie die Räume nicht, indem Sie die Fenster auf Kipp öffnen. Empfohlen wird 2-4 Mal am Tag für jeweils 10 Minuten stoß zu lüften. Lüften bewirkt nicht nur ein besseres Raumklima, sondern verhindert auch, dass die Wände aufgrund von Feuchtigkeit anfangen zu schimmeln. Ein Thermohygrometer zeigt Ihnen die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit an. Leuchtet das Licht rot, sollte das Fenster weit geöffnet werden. Befindet sich ein Fenster gegenüber, empfiehlt es sich auch dieses zu öffnen. Achten Sie darauf, dass währenddessen die Heizung nicht aufgedreht ist.

Warmwasserkosten senken

Nicht nur das Heizen der Räume fällt unter den Energieverbrauch, sondern auch die Energie für das Erwärmen des Wassers. Wenn Sie kürzer duschen und das Wasser nicht zu heiß stellen, können Sie Heizkosten verringern. Vermeiden Sie daher zu häufiges langes und heißes Duschen. Ein Sparduschkopf hilft dabei Wasser zu sparen. Es kann den Warmwasserverbrauch um die Hälfte reduzieren, ohne dass der Duschkomfort darunter leidet.

Tipp: Duschen kostet weniger als Baden, da in der Regel etwa 50 Liter weniger Wasser verbraucht wird. Baden Sie daher nicht zu oft. Auch beim Händewaschen können sie sparen. Nutzen sie lediglich kaltes Wasser dafür.

Fenster nachts verdunkeln

Haben Sie Rollladen, Vorhänge oder Jalousien an Ihren Fenstern? Dann halten Sie diese nachts geschlossen, damit die Wärme nicht nach draußen ausweichen kann.

Isolieren der Heizungsrohre

Heizungsrohre können, wenn sie nicht isoliert sind, viel Wärme z.B. im Keller abgeben. Damit die Wärme nicht verloren geht, gibt es Rohrschalen. Die Dicke der Rohrschalen richtet sich nach dem Innendurchmesser des Heizungsrohrs. Kontrollieren Sie, dass die Rohrschalen eng anliegen und keine Lücken vorhanden sind.

Hydraulischer Abgleich

Es kann passieren, dass die Heizkörper in der Wohnung unterschiedlich warm werden, obwohl sie überall gleich aufgedreht sind. Ein hydraulischer Abgleich schafft Abhilfe. Eine ungleiche Wärmeverteilung liegt an der falschen Einstellung des Heizsystems. Mit Hilfe eines hydraulischen Abgleichs wird das Heizungswasser auf eine bestimmte Menge begrenzt, so dass zu jedem Heizkörper genug Wasser fließt und somit alle Heizkörper gleichmäßig gewärmt werden. Ist die Heizungsanlage richtig eingestellt, können Sie bis zu 10 % Energie und somit Heizkosten sparen.

Sparmaßnahmen für Altbauten

Da Altbauten schlechtere Energiebilanzen aufweisen, sollten hier einige von den oben genannten Tipps in jedem Fall umgesetzt werden, um den Energieverbrauch zu verringern. Dazu gehören das Abdichten der Fenster und das Isolieren der Heizungsrohre. Zusätzlich können Sie in Ihrer Altbauwohnung isolierte Tapeten verwenden und durchsichtige Folien auf die Fenster kleben. Nicht nur Fenster sollten abgedichtet werden, sondern auch die Rollläden Kasten. Dafür können Sie die Innenseite des Kastens mit Dämmmatten bekleben.

Hohe Decken abhängen

Es ist bekannt, dass Wärme nach oben steigt. Bei Räumen mit hohen Decken sammelt sich die Wärme im oberen Drittel, die ungenutzt bleibt. Eine Zwischendecke bewirkt, dass die Wärme auf der richtigen Höhe bleibt und sich das Raumklima verbessert.

Kaminofen anschaffen

Heizkosten sparen mit einem richtigen Kaminfeuer

Ein Kamin kann eine gute Wärmequelle für die Wohnung sein

Kaminöfen sind zwar nicht ganz günstig in der Anschaffung, können aber die Heizkosten enorm senken. Moderne Kaminöfen können einen Wirkungsgrad von 90 % im Vergleich zur herkömmlichen Heizmethode erreichen. Sie sorgen für eine angenehme Wärme, die auch ausreicht, um Nachbarzimmer zu heizen.

Alte Heizkörper austauschen

Alte Heizkörper können aufgrund von Rost, eingebranntem Schmutz und Kalkablagerungen nicht mehr vollständig heizen. Die Heizleistung sinkt, aber die Kosten steigen. Daher sollen Sie über eine Neuanschaffung auf jeden Fall nachdenken, wenn Sie solche Heizkörper besitzen.

Fußbodenheizung einbauen

Das Heizen am Boden, statt an der Wand spart Heizkosten. Sie können zwischen einer wassergeführten (Heizröhren) oder elektrischen (Heizmatten) Fußbodenheizung entscheiden. Letztere schluckt viel Strom und ist weniger wirtschaftlich als die wassergeführte Heizung. Die Energiekosten können mit dieser Heizmethode um bis zu 12 % gesenkt werden, da der ganze Zimmerboden als Heizfläche dient und dadurch niedrigere Vorlauf- und Betriebstemperaturen notwendig sind. Die gefühlte Räumwärme durch die Fußbodenheizung ist oft höher als die tatsächliche Temperatur. Durch diesen Vorteil können Sie die Temperatur um 1-2°C senken. Das Heizsystem kann zudem mit regenerativen Energiequellen kombiniert werden.

Die ersten 8 Tipps können Sie schnell in die Tat umsetzen. Andere Tricks zum Sparen der Heizkosten sind zunächst anspruchsvoller und teilweise mit größeren Investitionen verbunden, allerdings können sich die Umsetzungen im Nachhinein positiv auf ihre Heizkosten auswirken. Überlegen Sie, welche Reparaturen oder Neuanschaffungen in Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus notwendig sein könnten und lassen Sie sich gegebenenfalls fachkundig beraten.

Haben Sie weitere Ideen oder Fragen zum Thema? Wir freuen uns auf Ihren Kommentar!

 

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