Start ins eigene Leben

Umzug in die erste eigene Wohnung

Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist eine Herausforderung. Mit Tipps von den Experten und einer guten Planung gelingt der Start ins Leben als Erwachsener.

Mit dem Auszug aus dem Elternhaus beginnt eine neue, spannende Phase im Leben. Damit dieser Start gelingt, ist vorab ein Plan sinnvoll. Wir zeigen von Kosten bis Umzug die wichtigsten Punkte rund um die erste eigene Wohnung. Der Umzug in die erste eigene Wohnung ist eine Herausforderung. Mit Tipps von den Experten und einer guten Planung gelingt der Start ins Leben als Erwachsener.

 

Wann ist es so weit?

36 Prozent der Deutschen ziehen vor ihrem 21. Geburtstag zu Hause aus, das zeigt eine TNS Emnid Studie. Zwischen 21 und 25 Jahren ziehen weitere 35 Prozent in die eigene Wohnung. Weitere 13 Prozent gehen diesen Schritt nach ihrem 26. Geburtstag. Töchter scheinen geringfügig jünger als die Söhne auszuziehen. Statistiken zeigen, dass sich der Auszug aus dem Elternhaus nach hinten verschoben hat. Das Einkommen der Eltern und die angestrebten Bildungsabschlüsse beeinflussen den Zeitpunkt des Auszugs stark.

Welche Wohnung passt?

Der Mieterbund rät in seinem Mietführerschein dazu, sich vorab alle Ausgaben und Einnahmen aufzuschreiben. Bei den Einnahmen gilt stets der Ist-Zustand und nicht ein Zustand mit künftig möglichem Nebenjob. Junge Erwachsene haben häufig wenig Vorstellungen, wie teuer ein selbstverantwortliches Leben ist. Die Ausgaben für Lebensmittel, Freizeit und Drogerieartikel benötigen einen Rahmen, um letztlich die Finanzen nicht Monat für Monat zu sprengen. Auf diese Weise wird der finanzielle Rahmen für eine Wohnung deutlich. Bleiben im Monat 450 Euro nach Abzug der Lebenshaltungskosten, sollte die Wohnung maximal 400 Euro kosten – inklusive der Nebenkosten.

Was muss beim Umzug bedacht werden?

Ist eine Wohnung gefunden und der Mietvertrag unterzeichnet, geht der Auszug in die letzte Phase: die Umzugsplanung. Eine langfristige Planung hilft, damit der Umzug nicht zur Nervenprobe für alle Beteiligten wird. Experten des Unternehmens Grand City Property haben viel Erfahrung im Bereich „Umzüge stressfrei gestalten“ gesammelt. Zu seinem Mieterservice gehört bei dem Wohnungsverwalter ganz selbstverständlich eine Beratung rund um den Umzug. Von der kostenlosen Checkliste für den Umzug von Grand City Property profitieren Umzugsgeplagte. Die Experten raten dazu, frühzeitig in die Planung einzusteigen. Ideal seien meistens drei Monate Vorlauf, um alle Angelegenheiten zu regeln. Ein wertvoller Tipp ist beispielsweise der Umzugsordner, damit wichtige Nummern und Dokumente griffbereit sind.

Was enthält so eine Checkliste?

Stapel mit Umzugkartons

Sie sind häufig nicht genug vorhanden: Umzugskartons. Wer rechtzeitig mit dem Packen beginnt, kann den Notstand entspannt ausgleichen.

Genaue Planung im Vorfeld verhindert Stress am Tag des Umzugs. Insbesondere bei einem ersten Umzug geraten viele Details schnell in Vergessenheit:

  • Stromversorger vergleichen
  • Telefon- und Internetanbieter
  • Versicherungen für die neue Wohnung
  • Ärzte
  • Abonnements kündigen oder entsprechend ändern
  • Vereine kündigen und gegebenenfalls neue Angebote suchen
  • ausreichend Helfer organisieren

Wer solche Punkte im Vorfeld klärt, ist in der ersten Zeit im neuen Zuhause weniger gestresst. Und sitzt nicht in einer Wohnung ohne Telefon und Internet. Außerdem ist es sinnvoll, rechtzeitig mit der Planung zu starten und Details vorab zu klären.

Umzug innerhalb einer Stadt

Auch ein Umzug in derselben Stadt benötigt Organisation. Viele wundern sich, wenn sich dieser „kleine“ Umzug über mehrere Wochen hinzieht, ohne dass alle Kisten im neuen Zuhause angekommen und ausgepackt sind. Um das zu verhindern, empfiehlt sich die gleiche Planung wie bei jedem anderen Umzug. Lieber den Umzug an einem Termin erledigen, als ihn in die Länge zu ziehen. Wer bereits eine Stelle hat, sollte bei seinem Arbeitgeber fragen, ob es in dem Unternehmen einen Anspruch auf Urlaub wegen eines Umzugs gibt. Die Regularien sind unternehmensabhängig.

Freunde oder Spedition?

Jeder Umzug steht und fällt mit den Helfern, die ihn unterstützen. Das kann Hilfe sein, damit der Sperrmüll pünktlich entsorgt oder ein neuer Boden vorab verlegt wird. Vor allem ist es aber die tatkräftige Hilfe am Umzugstag. Denn Kisten mit Kleidung, Büchern, Haushaltswaren, Unterlagen und die Möbel tragen sich gemeinsam schneller und besser. Bei einem sehr weiten Umzug kann eine günstige Spedition sinnvoll sein. Wer nämlich in eine 350 Kilometer weit entfernte Stadt zieht, kann schlecht vier Helfer mitnehmen. Vor Ort müssen die Kartons und Möbel ebenfalls getragen werden. Zudem rentiert sich das Mieten eines Transporters für eine lange Strecke oft nicht. Ein Abwägen und der Vergleich unterschiedlicher Angebote sind sowohl bei Transportern als auch bei Spedition notwendig.

Was kann weg?

Vor jedem Umzug empfiehlt sich ein Ausmisten. Beim Auszug aus dem Elternhaus müssen nicht alle Gegenstände und Möbel mitkommen oder bleiben. Alte Betten, Schränke, Schreibtischstühle oder Kommoden werden direkt entsorgt. Material aus der Schulzeit kann bis auf die Zeugnisse gewöhnlich ebenfalls in die Tonne. Viele der Bücher können verschenkt werden und auch einige Anziehsachen passen möglicherweise nicht in den neuen Lebensabschnitt. Wer sich nun erfolgreich von einigem trennt, startet in eine aufgeräumte Wohnung und vermeidet spätere Konflikte mit den Eltern, weil auf dem Dachboden oder im Keller noch unzählige alte Anziehsachen, Spielsachen oder Bücher lagern. Dort sollten lediglich die absoluten Lieblinge gelagert werden.

Was wird gebraucht?

Vor dem Umzug sollten die wichtigsten Gegenstände für die neue Wohnung gekauft werden. Bei der ersten Wohnung sind das meist Haushaltswaren und Möbel, die vorher nicht notwendig waren. Beliebte Gegenstände sind dabei:

  • Waschmaschine
  • Staubsauger
  • Kaffeemaschine
  • Bügeleisen
  • Bügelbrett
  • Wasserkocher
  • Töpfe
  • Pfannen
  • Bretter
  • Schneidemesser
  • Haushaltsschere
  • Geschirr
  • Besteck
  • Dosenöffner
  • Flaschenöffner
  • Untersetzer
  • Handtücher
  • Geschirrtücher

Bei den Möbeln fehlen oft:

  • Esstisch
  • Stühle
  • gegebenenfalls Sofa
  • Regale
  • Badezimmerschrank

Je nach Wohnung ist der Kauf einer Küche notwendig, wenn diese nicht enthalten ist. Sinnvoll ist es, frühzeitig eine Liste zu erstellen. So lassen sich bei Gelegenheit günstige Angebote nutzen. Denn gerade beim ersten Auszug kommen viele Kosten auf einen zu.

Nicht vergessen: An- oder Ummelden

Es wird gerne im Eifer des Gefechts vergessen, wird jedoch je nach Gemeinde mit Verzugsgebühren geahndet: das An- und Ummelden beim Einwohnermeldeamt. Beim Auszug aus dem Elternhaus gilt es abzuwägen, ob die neue Wohnung der Zweitwohnsitz ist oder zum ersten Wohnsitz wird. Mitunter kann es für Finanzierungen oder Zulagen sinnvoll sein, wenn erwachsene Kinder in Ausbildung weiterhin ihren ersten Wohnsitz im Elternhaus haben.

Mit Plan durchstarten

Wer seinen Auszug gut plant und vorbereitet, startet besser in den Lebensabschnitt. Mit einer Übersicht lassen sich Angebote sinnvoll nutzen und dabei Kosten sparen. Außerdem ist die Laune beim Umzug besser, wenn rechtzeitig ausgemistet und gepackt wird.