Umzugscheckliste: So vergessen Sie nichts!

Die Umzugscheckliste vereinfacht ihren Wohnungswechsel

Mit einer Checkliste zum Umzug sind Sie auf der sicheren Seite!

Beim Umziehen in eine neue Wohnung gilt es einiges zu beachten: Bei der Mitteilung der neuen Anschrift darf niemand vergessen werden, außerdem müssen Sie sich baldmöglichst ummelden. Durch die Einführung des bundeseinheitlichen Meldegesetzes kommt noch etwas neues beim Umzug hinzu. Seit kurzem muss auch der Vermieter eine Bescheinigung über Ihren Einzug ausstellen. Wir informieren Sie, welche weiteren Aufgaben der Wohnungswechsel für Sie bereit hält und welche Dinge Sie in Ihrer Checkliste festhalten sollten.

Änderungen beim Umzug 2015

Für eine Ummeldung reichte bisher die neue Anschrift, Ihr Personalausweis und eventuell der neue Mietvertrag. Seit November 2015 gilt ein bundeseinheitliches Meldegesetz, welches die zulässige Ummeldefrist zwar von einer auf zwei Wochen erhöht. Dafür muss aber Ihr Einzug auch vom Vermieter bescheinigt werden.

Mit der bundesweiten Kennzeichenmitnahme trat im Januar 2015 eine weitere Neuerung  in Kraft: Sie müssen Ihr Fahrzeug zwar trotzdem weiterhin bei der neuen Zulassungsbehörde anmelden, allerdings entfällt die Pflicht zur Umkennzeichnung. Es steht Ihnen also frei, ob Sie Ihr altes Kennzeichen behalten oder ob Sie lieber mit dem Regionalzeichen Ihres neuen Ortes unterwegs sein wollen. Die Kennzeichenmitnahme ist auf jeden Fall die günstigere Variante, die je nach Zulassungsbezirk etwa 20 Euro kostet. Bei der Beantragung eines neuen Kennzeichens kommen neben den höheren Verwaltungsgebühren auch die Kosten für die Nummernschilder hinzu.

Versicherungen überprüfen

Bei Versicherungen ist zu beachten, dass sich durch den Umzug auch die Tarife ändern können, weil die Beiträge einiger Policen auch in Abhängigkeit zum Wohnort berechnet werden. Dies ist beispielsweise bei der Kfz-Versicherung der Fall, weil die Unfallgefahr nicht überall in Deutschland gleich hoch ist. Im Jahr 2016 ändern sich auch die Regionalklassen. Für viele Fahrzeughalter, die nur über eine Kfz-Haftpflicht verfügen, werden die Beiträge leicht höher oder niedriger. Führen Sie auf jeden Fall einen Versicherungsvergleich durch, denn häufig können Sie durch den Wechsel in einen günstigeren Tarif gelangen.

Spätestens nach dem Umzug sollten Sie sich auch die Frage nach einer Hausratversicherung stellen. Diese schützt Sie vor Schäden an Ihren Einrichtungsgegenständen. Manche Versicherungen greifen auch bei grober Fahrlässigkeit; beispielsweise wenn in der Vorweihnachtszeit eine Kerze einen Brand auslöst. Zu den klassischen Risiken, die versichert werden, gehören Wasserschäden oder Schäden durch einen Einbruch. Auf den Seiten von Allsecur können Sie sich über den Leistungsumfang einer Hausratsversicherung informieren.

Checkliste zum Umzug

Damit Sie Ihren Umzug gut planen können, ist es sinnvoll, eine Umzugscheckliste anzulegen, auf der Sie die wichtigsten Aufgaben auflisten und nach getaner Arbeit abhaken können. Im Folgenden haben wir alle Punkte für Sie zusammengefasst, die Sie vor oder während des Umzugs durchführen müssen.

Drei Monate vorher:

  • alte Wohnung kündigen
  • neuen Mietvertrag unterschreiben
  • Angebote von Umzugsunternehmen einholen
  • ggf. neue Möbel bestellen (Lieferzeiten)
  • Handwerker anfragen (bei Renovierungsarbeiten)
  • Zeitungen und Zeitschriften-Abos kündigen
  • nicht mehr notwendige Verträge kündigen (Fitnessstudio, Vereine, ggf. Internet und Telefon)

Einen Monat vorher:

  • Internet und Telefon ummelden
  • Nachsendeantrag für Briefpost stellen
  • ggf. überzählige Einrichtungsgegenstände verkaufen oder Sperrmüll bestellen
  • Versorgern, Vereinen, Banken und anderen Unternehmen die neue Adresse mit Einzugsdatum mitteilen
  • Beitragsservice für Rundfunkgebühr neue Adresse mitteilen
  • Heizkosten mit dem Vermieter abrechnen
  • Zählerstandsablesung vereinbaren
  • Termin zur Wohnungsübergabe vereinbaren
  • Transporter mieten (sofern benötigt)
  • Termin mit Umzugsunternehmen vereinbaren
  • Umzugskartons und Packmaterial besorgen
  • neuen Gas- und Stromtarif suchen

Zwei Wochen vorher:

  • nicht benötigte Gegenstände in Umzugskartons verpacken
  • ggf. neues Bankkonto eröffnen
  • Helfer an Umzugstermin erinnern
  • Termine von Handwerkern oder Umzugsunternehmern bestätigen lassen
  • Werkzeuge überprüfen und ergänzen
  • Kopien von wichtigen Dokumenten anfertigen

Eine Woche vor dem Umzug:

  • Lebensmittel mit begrenzter Haltbarkeit aufbrauchen
  • alles, was nicht im Alltag benötigt wird, sollte in Umzugskisten verschwinden
  • Dokumente zur Ummeldung von den zuständigen Behörden beschaffen
  • wichtige Adressen im neuen Wohnort besorgen

 1 Tag vorher:

  • letzte Kartons packen
  • „Überlebenskoffer“ mit allen wichtigen Dingen für die nächsten Tage packen
  • Verpflegung besorgen
  • eventuell schon den Umzugswagen abholen
  • Wertvolles und persönliche Dokumente bereits umziehen oder an vertrauensvolle Person übergeben

Der Umzugstag:

  • Treppenhaus auf Schäden durch den Umzug kontrollieren
  • Kontrollgang durch die alte Wohnung
  • Reinigung der alten Wohnung
  • Getränke und Essen für die Helfer bereitstellen
  • Trinkgeld für die Helfer bereit halten/ Einladung zur Einweihungsparty

Können Sie auch den letzten Punkt abhaken, dann haben Sie immerhin den Umzugstag hinter sich. Natürlich werden auch die nächsten Tage nochmal anstrengend, aber die größte Arbeit ist geschafft. Das Einrichten der neuen Wohnung und die nötigen Ämtergänge können Sie nun in den nächsten Tagen und Wochen in die Hand nehmen.

Hier finden Sie weitere Checklisten oder hilfreiche Vorlagen für den Wohnungswechsel. Wir wünschen Ihnen eine gute Planung und einen gelungenen Umzug!

Bild 1: © Matthias Enter fotolia.com

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