Wohnungsbesichtigung – Darauf müssen Sie als Mieter unbedingt achten!

Wohnungsbesichtigung_Seien Sie aufmerksam und gründlich bei der Besichtigung

Augen auf bei der Wohnungsbesichtigung – Nicht immer sind Mängel direkt erkennbar!

Sie haben nach langer Suche endlich Ihre Traumwohnung gefunden und jetzt steht die Wohnungsbesichtigung an? Natürlich entscheidet der erste Eindruck, den Sie beim Vermieter hinterlassen, über die Vergabe.

Doch nicht nur Sie als potenzieller Mieter müssen positiv auftreten. Selbstverständlich sollten Sie sich die Wohnung genau ansehen, um Mängel direkt zu identifizieren. Mithilfe gezielter Fragen können Sie darüber hinaus noch mehr Sicherheit erlangen. Mit unseren Tipps zur Wohnungsbesichtigung kann kaum noch etwas schiefgehen.

Besichtigungstermin richtig planen

Den Termin für eine Wohnungsbesichtigung sollten Sie nicht willkürlich wählen. Vereinbaren Sie möglichst einen Zeitpunkt, zu dem sowohl Mieter als auch Vermieter ausreichend Zeit haben, damit der Termin entspannt über die Bühne gehen kann. Nehmen Sie eine zweite Person zur Besichtigung mit, denn ein zweites Augen- und Ohrenpaar ist in jedem Fall hilfreich. Versuchen Sie außerdem, eine Uhrzeit mit ausreichend Tageslicht zu finden, da viele Mängel bei schlechten Lichtverhältnissen kaum sichtbar sind. Wenn Sie den Lärmpegel rund um die Wohnung realistisch beurteilen möchten, macht es darüber hinaus Sinn, die Wohnungsbesichtigung an einem Werktag, und nicht etwa an einem Sonntag, durchzuführen.

Was sollten Sie sich bei der Wohnungsbesichtigung ganz genau ansehen?

Direkt Maengel bei der Wohnungsbesichtigung erkennen_ abblätternder Putz

Abblätternder Putz, Schimmel, Löcher in Wänden und Böden zerstören schnell das Bild von der Traumwohnung.

Die vermeintliche Traumwohnung kann sich in der Realität völlig anders präsentieren, als Sie es erwartet haben. Fast keine Wohnung ist ohne Mängel – einige von ihnen sind zudem gut versteckt. Es reicht demnach nicht, einen oberflächlichen Rundgang mit dem Vermieter zu machen. Prüfen Sie etwa, ob sich sämtliche Türen und Fenster dicht schließen lassen, sodass eine vollständige Wärmeisolierung gegeben ist. Vernehmen Sie einen muffigen Geruch oder feuchte Luft, sind dies Warnzeichen.

Sehen Sie genau in Zimmerecken, Wänden und auch unter Teppichböden nach, ob Schimmel zu sehen ist. Auch die Fensterbereiche sind schimmelanfällig. Wenn Sie genau hinsehen, zeigen sich möglicherweise Stellen, die erst kürzlich überstrichen wurden. Sehen Sie sich außerdem die Bodenbeläge an: Laminat, Parkett, Fliesen oder Teppiche sollten unbeschädigt und sauber sein. Gleiches gilt für den Sanitärbereich. Sind die Armaturen in Ordnung und lässt sich die Duschabtrennung problemlos öffnen und schließen? Sind die Fugen in gutem Zustand? Hat das Bad ein Fenster oder zumindest eine Entlüftung? Ist eine eingebaute Küche vorhanden, so werfen Sie dort nach Möglichkeit auch einen Blick in die Schränke und Schubladen.

Wie oft fallen Ihnen Mietmängel erst lange nach Ihrer Wohnungsbesichtigung auf?

Ergebnisse

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Auch außerhalb der Wohnung können Sie einen Eindruck davon erhalten, in welchem Zustand sich das Gebäude allgemein befindet. Wie wirkt etwa der Hausflur auf Sie? Ist er sauber und weitgehend unbeschädigt? Sind an den Außenwänden Schäden wie Risse erkennbar? Ist eine Wärmedämmung vorhanden? Wie gut sind die Grünanlagen (sofern vorhanden) gepflegt? Sehr empfehlenswert ist es auch, Bewohner des Hauses anzusprechen. Diese kennen eventuelle Probleme sehr genau und werden Ihnen bereitwillig davon erzählen.

Ihre persönlichen Kriterien bei der Wohnungssuche

Vergessen Sie bei der Suche nach Mängeln nicht, dass die neue Wohnung zu Ihren persönlichen Vorstellungen passen muss. Gefällt Ihnen der Schnitt? Bringen Sie vorhandene Möbel und eine möglicherweise vorhandene Küche gut unter? Achten Sie auch darauf, wie hellhörig die Räumlichkeiten sind. Gerade an viel befahrenen Straßen oder wenn Familien mit Kindern in der Nähe wohnen, ist eine ausreichende Schalldämmung wichtig. Ist Ihnen die Wohnung darüber hinaus hell genug? Prüfen Sie auch, ob die Wohnung ausreichend groß ist, um Ihr gesamtes Hab und Gut unterzubringen. Ein Keller oder Abstellraum hilft Ihnen dabei. Nicht ganz unwichtig ist zudem die Anzahl und Anordnung der Steckdosen. Gerade in Altbauten sind diese oft Mangelware.

Wie verhalten Sie sich, wenn direkt Mängel auffallen?

Stellen Sie bei der Wohnungsbesichtigung Mängel fest, so sprechen Sie diese direkt an. Ein seriöser Vermieter wird auf Ihr Anliegen eingehen und notwendige Reparaturen noch vor dem Einzug durchführen. Spätestens bei der Wohnungsübergabe sollten Sie ohnehin in einem Protokoll festhalten, welche Mängel vorhanden sind, um sich rechtlich abzusichern.

Dem Vermieter gezielte Fragen stellen

Zu einem Besichtigungstermin gehört auch, dass Sie sich als potenzieller Mieter mit gezielten Fragen absichern. Auf die Checkliste müssen mindestens folgende Punkte, über die Sie den Vermieter befragen sollten:

  • Müssen Einrichtungsgegenstände vom Vormieter übernommen werden?
  • Wie stellt sich die Nachbarschaft dar? Sind Lärmquellen bekannt?
  • Erfolgt die Renovierung beim Ein- oder Auszug?
  • Wie setzen sich die Nebenkosten zusammen?

Darüber hinaus haben Vermieter die Pflicht, einen Energieausweis vorzulegen. Dieser zeigt Ihnen, wie hoch der Energieverbrauch des Gebäudes ausfällt. Aufschluss hierüber gibt auch die letzte Nebenkostenabrechnung. Lassen Sie sich diese ebenfalls zeigen.

So hinterlassen Sie einen guten Eindruck

Um Ihre Traumwohnung zu erhalten, müssen Sie einen guten Eindruck hinterlassen. Vermieter wünschen sich in erster Linie zuverlässige Mieter, welche die Miete pünktlich bezahlen und die Wohnung gut pflegen. Erscheinen Sie pünktlich, gepflegt, verhalten Sie sich diplomatisch und bringen Sie nach Möglichkeit folgende Unterlagen zum Besichtigungstermin mit:

  • Kopie der letzten Gehaltsabrechnungen
  • Kopie des Arbeitsvertrages
  • Aktuelle Schufa Selbstauskunft
  • Kontaktdaten des jetzigen Vermieters
  • Mietschuldenfreiheitsbestätigung des jetzigen Vermieters
Frankfurt_ Genauuigkeit bei der Wohnungsbesichtigung ist vor allem in der Großstadt wichtig

Insbesondere in Großstädten fällt die Wohnungssuche schwer – umso wichtiger ist es, das richtige zu Hause zu finden

Betonen Sie ruhig Ihre positiven Eigenschaften – etwa einen gut bezahlten, sicheren Job. Gerade in Gegenden mit Wohnungsmangel müssen Sie lernen, sich gut zu verkaufen.

Darüber hinaus sollten Sie jedoch stets ehrlich bleiben. Sind Sie etwa Raucher oder haben Haustiere, so sprechen Sie dies beim Vermieter wahrheitsgemäß an. Fragt Sie der Vermieter, ob Sie bereits einmal Mietschulden hatten, so seien Sie auch in diesem Punkt ehrlich und nennen Sie die Hintergründe. Zu private Einblicke müssen Sie bei einer Wohnungsbesichtigung jedoch nicht gewähren.

Tipps zum Schluss

Haben Sie nach dem Besichtigungstermin ein positives Gefühl und möchten die Wohnung mieten, so sagen Sie das dem Vermieter ganz klar. Gleiches gilt im umgekehrten Fall, also wenn die Wohnung für Sie nicht in Frage kommt. Gerade bei geringer Wohnungsnachfrage können Sie an dieser Stelle möglicherweise über Renovierungen oder den Mietpreis verhandeln.

Bedenken Sie jedoch: Nehmen Sie nicht gleich die erstbeste Wohnung. Sehen Sie sich mehrere Objekte an, sodass Sie ausreichend Vergleichswerte haben.

Haben Sie noch eine Frage zum Thema? Hinterlassen Sie uns gerne einen Kommentar!

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