Kaution Miete

Mietkaution als Sicherheit für Vermieter

Die Kaution dient dem Vermieter für alle bestehenden bzw. entstehenden Ansprüche gegenüber dem Mieter, die sich aus dem Mietverhältnis ergeben. Dazu gehören u.a. Rückstände bei der Miete, Ansprüche aus Nebenkostenabrechnungen und Schadensersatz aus entstandenen Schäden innerhalb der Mietwohnung. Der Vermieter darf sich in diesem Zusammenhang das Recht heraus nehmen zu bestimmen, auf welche Ansprüche die Kaution Miete verrechnet wird. Forderungen, die nicht unmittelbar das Mietverhältnis betreffen, dürfen hierbei nicht in Betracht gezogen werden. Ein Urteil des Oberlandesgerichts (OLG) Frankfurt aus dem Jahr 2004 besagt, dass der Mieter in keinem Fall die Kaution mit der Miete verrechnen darf. D.h. der Mieter darf vor Ablauf des Mietverhältnisses die Zahlung der Miete nicht einstellen, um so die Kaution verrechnen.

Höhe der Kaution hängt von der Miete ab

Die Kaution darf maximal das Dreifache der monatlichen Miete betragen. Für die Berechnung dient die Kalt- bzw. Netto-Miete. Es dürfen keine Nebenkosten oder monatliche Vorauszahlungen mit verrechnet werden. Der Mieter hat laut Mietrecht das Recht, die Kaution zur Miete in drei monatlichen Raten zu erbringen. Die erste Rate ist fällig, sobald das Mietverhältnis beginnt. Die beiden anderen Raten folgen in den anschließenden zwei Monaten. Die Kaution darf nur für die Vermietung von Wohnraum hinterlegt werden. Bei gewerblichen Objekten ist der Mietvertrag ausschlaggebend.

Hinterlegung der Kaution

Es ist nicht zwingend erforderlich, dass die Kaution in bar hinterlegt wird. Vielmehr ist die Vereinbarung innerhalb des Mietvertrages ausschlaggebend. Es genügen auch Bankbürgschaften oder die von einigen Versicherungen angebotenen Kautionsbürgschaften. Hat der Mieter bis zum Ende des Mietverhältnisses die Kaution für die Miete nicht erbracht, so hat der Vermieter das Recht, die Kaution noch zu verlangen bzw. diese gegebenenfalls einzuklagen. Ist in diesem Zusammenhang eine Bürgschaft als Kaution zur Miete vereinbart, so besteht hier die Möglichkeit, die Kaution als Barkaution einzuklagen.

Verzinsung der Kaution

Der Vermieter ist verpflichtet, die Kaution (dies gilt nicht für die Bankbürgschaft bzw. die Kautionsbürgschaft) bei einer Bank anzulegen. Hierbei muss er einen Zinssatz wählen, der einer Anlage mit 3-monatiger Kündigungsfrist entspricht. Natürlich können die beiden Parteien auch eine andere Anlageform vereinbaren. Die Kaution Miete darf nicht in das Vermögen des Vermieters übergehen sondern muss separat als Kautionskonto kenntlich gemacht werden. Die erzielten Zinserträge stehen in voller Höhe dem Mieter zu. Vorerst werden diese allerdings nicht ausgezahlt, sondern fließen in vollem Umfang der Kaution zu. Zum einen erhöhen die Zinsen zusätzlich die Sicherheit und zum anderen müssen sie nach Beendigung des Mietverhältnisses zusammen mit der Kaution an den Mieter ausgezahlt werden.

Kautionsbürgschaft als Alternative zur Mietkaution

Die Kautionsbürgschaft als Alternative zur herkömmlichen Hinterlegung einer Mietkaution gewinnt sowohl unter Mietern als auch Vermietern immer mehr Anhänger. Für den Vermieter liegt der Vorteil in einer noch höheren Sicherheit. Der Mieter profitiert vor allem dadurch, dass er kein Geld hinterlegen muss, sondern seine finanziellen Mittel beliebig anderweitig verwenden kann.

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