Mietkaution Sparbuch

Das Mietkaution Sparbuch als Alternative zur Barsicherheit

Zu Beginn eines Mietverhältnisses fordern Vermieter meist die Zahlung einer Mietkaution, um sich gegen Mietausfälle oder Beschädigungen der gemieteten Räumlichkeiten abzusichern. Die Höhe dieser Mietkaution ist für Privatwohnungen vom Gesetzgeber auf maximal drei Nettokaltmieten begrenzt. Grundsätzlich steht es dem Mieter seit September 2001 frei, sich für eine ihm genehme Form der Erbringung der Mietkaution zu entscheiden. Üblich ist die Überweisung oder auch Barzahlung an den Vermieter, der die Summe dann auf einem eigenen Konto oder Sparbuch anlegt. Alternativen dazu sind Bankbürgschaften oder die Geldanlage auf einem Mietkaution Sparbuch.

Zwei Varianten für Mietkaution Sparbuch

Das Mietkaution Sparbuch wird entweder mit einem Sperrvermerk versehen, der Abhebungen während des Mietzeitraumes verhindert. In diesem Fall läuft das Sparbuch auf den Namen des Mieters. Alternativ übergibt der Mieter das Mietkaution Sparbuch dem Vermieter als Pfand. Bei der letzteren Variante ist damit der Vermieter Eigentümer des Sparbuches.

Durch den "Verpfändungserklärung" genannten Sperrvermerk bzw. die Übergabe des Sparbuches tritt der Mieter seinen gegenüber der Bank bestehenden Auszahlungsanspruch an den Vermieter ab. Abhebungen von einem solchen Sparbuch sind erst möglich, wenn sowohl Mieter als auch Vermieter zustimmen. Für jegliche Verfügung in Bezug auf das Sparguthaben hat das Mietkaution Sparbuch dem Geldinstitut physisch vorzuliegen. Das Geldinstitut ist dann verpflichtet, vor der Erfüllung eines Auszahlungswunsches erst die jeweils andere Partei zu informieren.

Probleme können dann auftreten, wenn der Vermieter am Ende der Mietzeit Ansprüche an den Mieter stellt und einer Auszahlung des Sparbuch-Guthabens an den Mieter nicht zustimmt. Das Geldinstitut muss nämlich nicht prüfen, ob der Vermieter die Auszahlung zu Recht verweigert. Im Zweifelsfall sind Verfügungen über das Sparguthaben bis zum Abschluss einer gerichtlichen Klärung blockiert.

Vor- und Nachteile der beiden Sparbuch-Varianten

Die erste Variante des Sparbuchs mit Sperrvermerk ist für Mieter und Vermieter von Vorteil, da sich einerseits der Vermieter mit den Details nicht zu befassen braucht und lediglich den Sperrvermerk entgegennehmen muss, und andererseits der Mieter sich selbst darum kümmern kann, dass ein Freistellungsantrag für die Zinserträge erfolgt und er somit Steuern spart.

Wenn das Sparbuch auf den Namen des Vermieters läuft, ist dieser per Gesetz dazu verpflichtet, dem Mieter eine Bescheinigung über die Entrichtung der Zinsabschlagsteuer (seit 1993 beträgt diese 30%) auszustellen, da der Mieter in diesem Fall keinen Freistellungsauftrag abgeben kann. Der Mieter kann dann die entrichtete Zinsabschlagssteuer bei seiner Steuererklärung angeben. Die anfallenden Zinsen, die seit 1983 per Gesetz auf mindestens den für dreimonatige Geldanlagen üblichen Zinssatz festgelegt sind, gehören zwar dem Mieter, werden aber dem Guthaben zugeschrieben und erhöhen somit gleichzeitig die Sicherheit des Vermieters.

Ganz gleich, für welche Variante man sich entscheidet, wichtig ist, dass das Mietkaution Sparbuch einem Pfändungsverbot unterliegt und im Falle einer Insolvenz des Vermieters vor Verwertung geschützt ist.

Kautionsbürgschaft als Alternative zum Mietkaution Sparbuch

Eine sowohl bei Mietern als auch Vermietern immer beliebter werdende Variante für die Mietkaution ist die Kautionsbürgschaft. Sie bietet dem Vermieter noch mehr Sicherheit und hat für den Mieter den Vorteil, dass keine Liquidität abfließt. Der Mieter kann also das für die Mietkaution eingeplante Geld beliebig anderweitig verwenden.

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