Kosten für die erste eigene Wohnung

Wer erstmalig in eine eigene Wohnung ziehen möchte, benötigt vor allen Dingen den entsprechenden finanziellen Spielraum dazu. Die Höhe der Miete und der Nebenkosten ist hierbei noch relativ einfach kalkulierbar. Es kommen jedoch eine ganze Reihe weiterer Ausgaben hinzu, die Sie beachten sollten. In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie solide kalkulieren können.

Kostenüberblick: Diese Wohnungskosten gibt es

Bevor Sie in die erste eigene Wohnung umziehen, sollten Sie einen Plan aufstellen, der alle relevanten Posten enthält. Nur so sind Sie in der Lage, die Kosten für den eigenen Haushalt richtig beurteilen zu können. Zu unterscheiden sind grundsätzlich laufende und einmalige Kosten.

So können bereits vor dem Einzug Ausgaben für Renovierungsarbeiten entstehen. Möglicherweise müssen neue Böden verlegt werden oder die Wände benötigen einen neuen Anstrich. Kalkulieren Sie hier entweder Handwerkerkosten oder Ausgaben für Material und Werkzeug realistisch mit ein. Außerdem benötigen Sie Möbel und Haushaltsgeräte. Gerade, wenn keine Küche vorhanden ist, werden schnell mehrere Tausend Euro hierfür fällig. Beachten Sie außerdem, dass in den meisten Fällen eine Kaution in Höhe von zwei bis drei Monatsmieten vorab entrichtet werden muss. Auch der Umzug an sich muss finanziert werden.

Miete und Nebenkosten

Neben den einmaligen Kosten entstehen monatliche Ausgaben für die eigene Wohnung. Hierzu zählt neben der Kaltmiete auch die Nebenkosten, die häufig unterschätzt werden. In erster Linie sind dies Heizkosten, Wasser und Strom. Vermieter dürfen jedoch auch Posten wie Grundsteuer, Müllgebühren, Gemeinschaftsstrom, Hausreinigung, Hausmeisterdienste oder Kosten für die Kaminreinigung auf Sie umlegen.

Erkundigen Sie sich also vor Vertragsabschluss genau, was auf Sie zukommt. Vermieter haben hierzu in der Regel aussagekräftige Erfahrungswerte. Eine Faustregel kann Ihnen helfen: Miete plus Nebenkosten sollten ein Drittel Ihres Monatseinkommens nicht übersteigen.

Weitere individuelle Kosten

Für das alleinige Bewohnen eines Haushalts entstehen weitere Kosten, wie etwa einen Anschluss für Internet und Festnetztelefon. Zudem müssen Sie pauschale GEZ-ebühren zahlen. Möglicherweise waren Sie bis dato über Ihre Eltern versichert, was nun etwa durch das Beenden einer Ausbildung wegfällt. Sie benötigen deshalb mindestens eine eigene Privathaftpflichtversicherung. Sinnvoll ist zudem der Abschluss einer Hausratversicherung.

Wie ist es um Ihre Mobilität bestellt? Nutzen Sie ein eigenes Auto, so müssen Sie Faktoren wie Kfz-Steuer, Versicherung, Sprit, Reifen, Wartung und Reparaturen einkalkulieren. Wenn Sie hingegen öffentliche Verkehrsmittelnutzen, berücksichtigen Sie die Gebühren für entsprechende Abos.

Vergessen Sie zu guter Letzt nicht, dass Sie Lebensmittel und Kleidung benötigen. Darüber hinaus möchten Sie sicherlich verschiedenen Freizeitaktivitäten nachgehen. Diese allgemeinen Lebenshaltungskosten liegen pro Person ebenfalls bei rund 300 Euro pro Monat.

Wie können Wohnungskosten eingespart werden?

Es gibt einige Posten bei den Wohnungskosten, die sich reduzieren lassen. Ein großer Hebel ist etwa der Strom. Sie können sich selbst einen günstigen Anbieter aussuchen und damit teils erhebliche Einsparungen realisieren. Gleiches gilt bei individuellen Versicherungen. Möglicherweise verzichten Sie anfangs gar auf Versicherungen, die nicht zwingend erforderlich sind. Hierunter fällt etwa die Unfallversicherung.

Hinterfragen Sie auch die Höhe Ihrer Handy-, Telefon-, Internet- und TV-Kosten kritisch. Vielleicht sind günstigere Verträge mit etwas geringerem Leistungsumfang eine Alternative. Passen Sie außerdem Ihr Verbrauchsverhalten in puncto Heizung, Wasser und Strom an. Duschen Sie kurz, anstatt ein Vollbad zu nehmen. Schalten Sie nicht benötigte Elektrogeräte aus (kein Stand-by), um den Verbrauch zu reduzieren. Senken Sie die Raumtemperatur ab, wenn Sie nicht zu Hause sind.

Bei der Einrichtung können Sie auf gebrauchte oder günstige Möbel zurückgreifen. Kaufen Sie notfalls nur das Nötigste und richten Sie Ihre Wohnung erst im Laufe der Zeit komplett ein, wenn wieder Budget zur Verfügung steht. Mit etwas handwerklichem Geschick bauen Sie sich eine kreative Einrichtung und Deko sogar selbst.

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