Arbeit in der Schweiz

Gehälter

Betrachtet man die Schweizerische Lohnstrukturerhebung des Bundesamts für Statistik (2006), so erhalten Männer in den aufgelisteten Wirtschaftszweigen monatlich mehr Lohn als Frauen für die gleiche Arbeit. Bei der Verrichtung höchst anspruchsvoller, schwierigster, selbstständiger und qualifizierter Arbeiten beträgt der monatliche Bruttolohn (Median) in der Produktion 7.042 Franken (ca. 4.600 €) und bei Dienstleistungen 7.647 Franken (ca. 5.000 €). Falls Berufs- und Fachkenntnisse vorausgesetzt sind, beträgt der monatliche Bruttolohn (Median) in der Produktion 5.617 Franken (ca. 3.700 €) und bei Dienstleistungen 5.350 Franken (ca. 3.500 €). Bei einfachen und repetitiven Tätigkeiten beträgt der monatliche Bruttolohn (Median) in der Produktion 4.733 Franken (ca. 3.100 €) und bei Dienstleistungen 4.229 Franken (ca. 2.700 €).

Wichtig: Ihr Gehalt ist meist Verhandlungssache. Zudem verdienen Zuwanderer häufig weniger als ihre Schweizer Kollegen.

Arbeitszeiten

Die Anzahl zu leistender Arbeitsstunden hängt vom Arbeitgeber, dem Job, vom Wohnkanton und der Branche ab, in der Sie tätig sind. Die Arbeitszeiten werden normalerweise im Arbeitsvertrag festgehalten. Die Schweizer Gesetzgebung begrenzt die Arbeitszeit auf ein wöchentliches Maximum von 45 Stunden für Arbeitnehmer in industriellen Betrieben sowie für Büropersonal, technische und andere Angestellte, mit Einschluss des Verkaufspersonals in Großbetrieben des Detailhandels. Für alle übrigen Arbeitnehmer gilt eine wöchentliche Höchstarbeitszeit von 50 Stunden. 2008 lag die betriebsübliche Arbeitszeit in den Schweizer Unternehmen bei 41,6 Stunden pro Woche. Unabhängig von Ihrem Job und Ihrer Branche sollten Sie sich daher auf tendenziell längere Arbeitszeiten als in Deutschland einstellen.

Urlaub

Nach Schweizer Gesetzgebung (Obligationenrecht) hat der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer jedes Jahr mindestens vier Wochen, dem Arbeitnehmer bis zum vollendeten 20. Altersjahr mindestens fünf Wochen Ferien zu gewähren.

Kündigungsfristen

Während der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis mit einer Kündigungsfrist von sieben Tagen aufgelöst werden; als Probezeit gelten je nach Vereinbarung die ersten ein bis drei Monate eines Arbeitsvehältnisses. Nach Ablauf der Probezeit kann das Arbeitsverhältnis im ersten Dienstjahr mit einer Kündigungsfrist von einem Monat, ab dem zweiten Dienstjahr mit einer Frist von zwei Monaten jeweils auf das Ende eines Monats gekündigt werden. Von wenigen Ausnahmen abgesehen, kann jeder Arbeitnehmer innerhalb der Fristen jederzeit gekündigt werden. Ein Kündigungsschutz wie in Deutschland existiert in der Schweiz nicht.

Abzüge

Mit folgenden Abzügen müssen Sie in der Schweiz rechnen: Von Ihrem Bruttolohn (zuzüglich Kinder-/Familienzulagen) zieht der Arbeitgeber die Hälfte der Beiträge an Alters- und Hinterlassenenversicherung (AHV), Invalidenversicherung (IV) und der Erwerbsersatzordnung (EO) ab. Des Weiteren wird die Hälfte der Beiträge an die Arbeitslosenversicherung, Beiträge für Nichtberufsunfälle, Beiträge der Krankentagegeldversicherung, Beiträge an die Pensionskasse sowie die Quellensteuer vom Bruttolohn abgezogen.

Sonstiges

Die Arbeitslosenquote betrug im Juli 2009 3,9% (saisonbereinigt). Diese Zahl wird in der Schweiz zwar als beängstigend empfunden, aber vergleicht man diese Quote mit der Arbeitslosenquote der Eurozone (EZ16) im Juli 2009 von 9,5% (saisonbereinigt), so haben von den 16 Ländern der Eurozone nur die Niederlande eine geringere Arbeitslosenquote (3,4%) als die Schweiz.

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