Tipps zum WG gründen

Wer wegen eines Studiums oder einer Ausbildung umziehen möchte, verfügt oft noch nicht über das nötige Kleingeld für eine eigene Wohnung. Nicht zuletzt deshalb ist eine Wohngemeinschaft häufig eine gute Alternative. Hier ist das Leben günstig und zudem gesellig. Wenn Sie selbst eine WG gründen möchten, müssen Sie jedoch einige Punkte beachten. In diesem Artikel lesen Sie, worauf es ankommt.

Welche Art einer WG soll es sein?

Vor der WG-Gründung müssen Sie sich für eine Art der Wohngemeinschaft entscheiden. Grundsätzlich wird hierbei zwischen zwei Formen unterschieden: der Freundschafts-WG und der Zweck-WG. Die Entscheidung richtet sich schlicht danach, ob ökonomische Aspekte im Vordergrund stehen sollen, oder ob Sie Wert auf gemeinschaftliche Aktivitäten legen. Gerade bei einer angestrebten Freundschafts-WG kann es sinnvoll sein, mit Menschen zusammenzuziehen, die Sie bereits gut kennen. Auch die Wahl der Räumlichkeiten wird hiervon beeinflusst. So benötigen Sie für gemeinsame Aktivitäten idealerweise auch Gemeinschaftsräume. Wahrscheinlich werden Sie Küche, Kühlschrank oder Wohnzimmer miteinander teilen.

Die richtige Wohnung finden

Steht fest, mit wem Sie eine Wohngemeinschaft gründen, müssen Sie sich im nächsten Schritt über die Anzahl der Bewohner Gedanken machen. Diese ist entscheidend für die Wahl einer geeigneten Immobilie. Grundsätzlich benötigt eine WG-Wohnung mindestens ein separat begehbares Zimmer pro Bewohner. Im Optimalfall haben sämtliche Zimmer in etwa die gleiche Wohnfläche. Wohnzimmer, Küche und Bad sollten groß genug sein, sodass ausreichend Platz für alle Mitbewohner vorhanden ist.

Achten Sie bei einer Wohnungsbesichtigung auch darauf, welche Geräte und Gemeinschaftsmöbel bereits vorhanden sind, und welche noch angeschafft werden müssen. Vorteilhaft ist es zudem, wenn zusätzlicher Stauraum im Keller oder Dachboden verfügbar ist. Natürlich muss der Mietpreis unter dem Strich auch WG-tauglich sein, damit sich überhaupt Mitbewohner finden. Sehr große Wohnungen sind jedoch im Verhältnis meist deutlich günstiger als beispielsweise Apartments.

Die richtigen Mitbewohner finden

Mitbewohner können das WG-Leben bereichern oder aber empfindlich stören. Häufige Streitpunkte sind Ordnung, Sauberkeit, Zuverlässigkeit und Zahlungsmoral. Wählen Sie künftige Mitbewohner also mit Bedacht aus. Achten Sie etwa darauf, dass der Altersunterschied nicht zu groß ist. Überlegen Sie außerdem gut, ob es sich um eine gemischte WG handeln soll. Wichtig ist auch, dass Party- und Lerngewohnheiten bei allen Bewohnern in etwa gleich sind. Fragen Sie potenzielle Mitbewohner außerdem danach, wie oft sie bestimmte Bereiche reinigen würden. Soll eine Freundschafts-WG entstehen, müssen Bewohner dieser Gemeinschaft gegenüber zudem aufgeschlossen sein.

Vertragliches

Wenn Sie eine WG-Gründen möchten, so kann dies vertragsrechtlich auf unterschiedliche Arten geschehen. Die erste Option ist es, dass Sie als alleiniger Hauptmieter im Vertrag stehen, und mit den Mitbewohnern jeweils einen Untermietvertrag abschließen. Sollten Sie sich für diese Form entscheiden, muss Ihnen klar sein, dass Sie alleine sämtliche Rechte und Pflichten aus dem Mietverhältnis innehaben. Sie müssen also die volle Kaution aufbringen und stets dafür sorgen, dass die Miete pünktlich gezahlt wird. In jedem Fall ist es empfehlenswert, im Vertrag eine Klausel aufzunehmen, die besagt, dass Ihre Mitbewohner bleiben dürfen, selbst wenn Sie ausziehen. Natürlich muss Ihnen vom Vermieter auch das Recht zur Untervermietung vertraglich erteilt werden.

Eine andere Möglichkeit ist es, dass alle Mitbewohner im Vertrag als Mieter genannt werden. Hier sollte dann stets schriftlich festgehalten werden, nach welchem Schlüssel die Nebenkosten wie Strom, Wasser und Heizung auf die einzelnen Bewohner umgelegt werden. Auch sollte eine Regelung hinsichtlich der Kaution vorhanden sein.

Sauberkeit und Ordnung

Für ein harmonisches Zusammenleben sind Regeln erforderlich. Auch wenn dies pingelig erscheinen mag: Fassen Sie diese in einer schriftlichen Vereinbarung zusammen. Hier können etwa Ruhezeiten, Küchenregeln oder der Umgang mit Gemeinschaftsanschaffungen festgehalten werden. Stellen Sie außerdem einen Putzplan auf, um Streit zu vermeiden.

Alles in allem gilt: Je besser jeder Mitbewohner über seine Rechte und Pflichten informiert ist, desto besser wird das WG-Leben letztlich funktionieren!

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